Normalerweise stellen wir in dieser Rubrik kein Buch vor, nur weil der Verlag eine neue Auflage herausgegeben hat. Eine Ausnahme sind wissenschaftliche Bücher, die ja bei (fast) jeder Ausgabe aktualisiert und ergänzt werden. Zudem stammt das Buch von Professor Gerd Aberle von der Universität Gießen. Dank seiner Kompetenz war der ausgezeichnete Rhetoriker lange Jahre im wissenschaftlichen Beirat des Bundesverkehrsministeriums vertreten. Sein 1996 erstmals erschienenes Buch sucht seinesgleichen im deutschsprachigen Raum: Wer Verkehrswirtschaft studiert, kommt an dem „Aberle“ nicht vorbei. Es würde dem Buch im Übrigen nicht gerecht werden, in diesen wenigen Zeilen auf die Inhalte einzugehen. Es handelt sich um ein Standardwerk – mehr muss man gar nicht sagen. Ein Standardwerk eines Professors der „alten Schule“ – und zwar im positiven Sinne. Das äußert sich auch in einer Spitze in seinem Vorwort: Dort weigert sich Aberle, dem Zeitgeist zu folgen und einen englischen Begriff im Titel seines Buches zu verwenden. Der Wissenschaftler weiß aber natürlich um die Bedeutung der Logistik und hat daher dieses Kapitel und – noch so ein modernes Thema – das Kapitel „Umwelt“ überarbeitet. Da soll noch einer sagen, dass Professoren älteren Semesters – Aberle ist mittlerweile 71 Jahre – nicht auf Höhe der Zeit wären. (cd) Gerd Aberle, Transportwirtschaft, 5. Auflage, Oldenbourg Verlag, München 2009, 674 Seiten, 59,80 Euro, ISBN 978-3-486-57951-2
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