Netz und Fahrbetrieb der Bahn müssen getrennt werden. Das fordern "Eurotunnel" und weitere sieben Gesellschaften für den Infrastrukturbetrieb aus Frankreich, Spanien, Portugal, Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland in einem Brief an EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio. Nur eine Auslagerung des Fahrbetriebes sichere den gleichberechtigten Zugang zu den Bahnnetzen, heißt es in dem Schreiben. Das sei auch die Voraussetzung für bessere Dienstleistungen auf der Güterschiene. Das Gegenteil behaupten die Bahngesellschaften in Deutschland, Frankreich, Österreich, Belgien, Schweden und der Schweiz. Ihre massive Lobby-Intervention hatte dazu beigetragen, dass das Europäische Parlament am 5. Juli gegen eine Trennung von Netz und Betrieb stimmte. Da der EU-Verkehrsministerrat derselben Ansicht ist, gilt eine Revision dieser Position als unwahrscheinlich.
Brüssel: Streit um Trennung von Netz und Bahnbetrieb
Infrastrukturunternehmen versuchen bessere Wettbewerbsbedingungen auf der Schiene durchzusetzen