Bremerhaven. Die Kapazität des Hafens in Bremerhaven ist durch ein 440 Millionen Euro teures Containerterminal deutlich gesteigert worden. Am Freitag wurde das Terminal CT 4 mit vier zusätzlichen Schiffsliegeplätze eingeweiht. Dadurch steigt die Jahreskapazität nach Angaben der Hafengesellschaft bremenports von knapp fünf auf mindestens sieben Millionen Standardcontainer (TEU). Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD) rechnet damit, dass mehrere 1000 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Bremerhaven ist der viertgrößte europäische Containerstandort. Die Containerlogistik wachse schneller als jede andere Branche im Land Bremen, sagte Böhrnsen. Allerdings müsse der Bund dafür sorgen, dass der Hafen eine bessere Straßen- und Schienenanbindung erhalte. „Es wird eng im Hinterland der Seehäfen.“ Außerdem müsse die Außenweser dringend vertieft werden, verlangte Böhrnsen. Ziel ist es, dass Schiffe mit einem Tiefgang von 13,50 Metern den Hafen ansteuern können. Bislang ist der Hafen nur für einen Tiefgang bis 12,80 Metern ausgelegt. Die Umweltstiftung WWF lehnt eine Vertiefung der Außenweser ab. Es sei eine Aufgabenverteilung zwischen den norddeutschen Häfen nötig, um weitere Eingriffe in die Flüsse zu vermeiden, sagte eine Sprecherin. "CT 4 floriert auch ohne die neue Vertiefung." (dpa)
Bremerhaven feiert größtes Hafenbauprojekt
Containerterminal CT 4 eröffnet: 440 Millionen-Euro-Projekt ist eines der größtes europaweit