Vertreter der Binnenschifffahrt werfen der Bundesregierung mangelnde Unterstützung vor. "Im Verkehrshaushalt sind für die Binnenschifffahrt nur ganze 3,6 Prozent eingeplant" beklagte Gerhard von Haus, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) auf dem Forum Binnenschifffahrt in Dresden. Dabei verfüge sein Gewerbe über die meisten freien Kapazitäten und sei am umwelfreundlichsten. Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Angelika Mertens, begründete das geringe Investitionsvolumen mit den Sparzwängen im Bundeshaushalt. Außerdem forderte sie die Gewerbevertreter auf, die Vorteile der Binnenschifffahrt der Öffentlichkeit stärker ins Bewußtsein zu rufen. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), Karlheinz Schmidt, beklagte auf der Veranstaltung, dass jeder Verkehrsträger in Deutschland "seit mehr als 30 Jahren im eigenen Saft schmort." Schmidt forderte ein gemeinsames Vorgehen der deutschen Verkehrswirtschaft. Sie solle sich auf den weiter steigenden Konkurrenzdruck einstellen, mit dem spätestens mit Beginn der EU-Osterweiterung zu rechnen sei. (vr/cd)
Binnenschiffer fühlen sich benachteiligt
Nur 3,6 Prozent für die Binnenschifffahrt im Bundeshaushalt