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Bilanz: Aufschwung im Hamburger Hafen stärker als erwartet

Die Hamburger Hafenwirtschaft hat der starke Aufwärtstrend überrascht. Gegenüber dem Vorjahr wuchs der Containerumschlag im Juni um knapp 17 Prozent
© Foto: Eckhard-Herbert Arndt

Hamburger Hafenwirtschaft von starkem Aufwärtstrend überrascht / Umschlag von 7,7 Millionen Standardcontainer für 2010 erwartet


Datum:
16.08.2010
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Fast erinnert es an die Boomjahre der Schifffahrt: Im Monat Juni wuchs der Containerumschlag im Hamburger Hafen gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um 16,5 Prozent, teilte die Marketing-Gesellschaft des Hafens am Montag in der Hansestadt mit. Für das Gesamtjahr erwartet Vorstand Claudia Roller nun einen Umschlag von 7,7 Millionen Standardcontainern (TEU), das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr. Eine so schnelle Aufwärtsentwicklung habe die Hamburger Hafenwirtschaft nicht erwartet. „Jetzt wirkt sich positiv aus, dass die Modernisierung von Terminals und Infrastruktur nicht gestoppt wurde", sagte Roller.

Im ersten Quartal lag der Containerumschlag, der Bereich mit der größten Wertschöpfung im Universalhafen Hamburg, noch mit vier Prozent im Minus. Für das Halbjahr weist die Umschlagstatistik nun bereits ein Plus von 4,3 Prozent auf 3,7 Millionen TEU aus. Insgesamt, also mit Massengütern wie Öl oder Eisenerz, schlug der Hafen 58,6 Millionen Tonnen Güter um, das ist ein Plus von 8,1 Prozent. Allerdings ist der größte deutsche Hafen nach dem schweren Einbruch im vergangenen Jahr noch ein gutes Stück von den Umschlagleistungen in den Jahren 2007 und 2008 entfernt, als jeweils mehr als 140 Millionen Tonnen Güter und fast zehn Millionen TEU umgeschlagen wurden.

Der Hamburger Hafen profitierte davon, dass die Importe aus Asien und speziell aus China wieder Fahrt aufnehmen. Hamburg ist der wichtigste europäische Umschlagplatz im Containerverkehr mit Asien und China. Umgekehrt machen die Asien-Verkehre rund 60 Prozent des Hamburger Containerumschlags aus. Wegen des hohen Asien-Anteils war Hamburg in der Krise gegenüber den Konkurrenzhäfen Rotterdam und Antwerpen zurückgefallen. Die Zubringerverkehre nach Skandinavien und zu den weiteren Staaten an der Ostsee sind im ersten Halbjahr noch im Minus. Doch zeichnet sich auch hier die Trendwende bereits ab. Der Containerverkehr mit Russland, dem wichtigsten europäischen Land für den Hamburger Hafen, legte im ersten Halbjahr bereits wieder um 15,7 Prozent zu.

Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) führt den Erfolg auch auf Hamburger Anstrengungen zurück. „Anteil am kräftigen Umschlagplus haben auch die Auswirkungen unserer konzertierten Aktion", teilte er mit. Beteiligt waren die Hafenbehörde HPA, die Hafenwirtschaft und der Bund. „Der Hamburger Hafen ist besser denn je gerüstet für die internationalen Warenströme." (dpa) 

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