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BGL fordert Tempo 80 für alle LKW

BGL-Vize-Präsident Röskes spricht sich für europaweit einheitliches Tempolimit aus 
© Foto: Eckhard-Herbert Arndt/ddp/Michael Urban; Montage: Bollig

Ende der Elefantenrennen, niedrigerer Spritverbrauch und weniger Wartungskosten: BGL-Vize Röskes spricht sich für europaweit einheitliches LKW-Tempolimit aus


Datum:
24.01.2011
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Goslar. Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) hat sich für ein europaweit einheitliches Tempolimit für LKW ausgesprochen. Damit könnten zum einen die so genannten Elefantenrennen verhindert werden, darüber hinaus wirke sich dies auch positiv auf die Transportkosten und den Verschleiß an den Wagen aus. Der Schlüssel dazu sei eine einheitliche Tempo-Drosselung der Lastwagen auf die in Deutschland zulässigen 80 Stundenkilometer in ganz Europa, sagte der Vizepräsident BGL, Klaus Peter Röskes, der „Deutschen Presseagentur". „Wir fordern eine einheitliche Einstellung der automatischen Geschwindigkeitsbegrenzer, und zwar europaweit", sagte Röskes vor Beginn des Verkehrsgerichtstages, der sich ab Mittwoch in Goslar auch mit dem Thema „rollende Bombe LKW" befasst.

Wenn die Millionen von Lastwagen, die auf deutschen Straßen und Autobahnen unterwegs sind, alle gleichmäßig Tempo 80 führen, hätte dies für die Transport-Branche zahlreiche Vorteile, sagte der BGL- Vizepräsident, dessen Verband rund 10.000 Unternehmen vertritt. „Gegenüber Tempo 90 haben wir Spriteinsparungen von knapp zehn Prozent".

Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass bei Tempo 80 der Verschleiß und damit der Wartungs- und Reparaturaufwand an den Lastwagen spürbar geringer sei. Zudem hätten die Fahrer weniger Stress. Zeitlich wirke sich Tempo 80 nicht nennenswert nachteilig aus. „Wenn man eine Strecke beispielsweise aus dem Ruhrgebiet nach Hamburg nimmt, dann beträgt der Unterschied im Endeffekt nur wenige Minuten". Viel wichtiger sei es, dass die Lastwagen gleichmäßig rollen können. „Das ist das Maß aller Dinge. Wenn alle Tempo 80 fahren, gibt es keine Probleme". Viele deutsche Lastwagen seien aus diesen Gründen inzwischen auch auf 80 Stundenkilometer gedrosselt.

Schwierigkeiten bereite es allerdings, dass dies bei den meisten LKW aus dem Ausland anders sei. „Derzeit ist bei der großen Masse der in Europa zugelassenen LKW der Geschwindigkeitsbegrenzer auf maximal 90 Stundenkilometer eingestellt", sagte Röskes. Der Grund: In einer Reihe von Ländern beträgt die zugelassene Höchstgeschwindigkeit 90 Stundenkilometer.

Der BGL fordere deshalb eine europaweit harmonisierte Höchstgeschwindigkeit für Lastwagen und eine einheitliche Drosselung der Motoren. Dann gebe es keine Rennen mehr, weil keiner schneller fahren könne als der andere. „Wenn jeder mit Tempo 80 über die Autobahn rollt und dabei einen vernünftigen Abstand einhält - damit kommen alle am besten zurecht." (dpa) 

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