Brüssel. In den EU-Emissionshandel sollten alle Verkehrsträger - auch der LKW - einbezogen werden. Das forderte der EU-Abgeordnete Holger Krahmer (FDP) auf dem EU-Diskussionsabend „Jour fixe" des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL). Dessen Präsident Hermann Grewer bilanzierte für die letzten acht bis zehn Jahre ein Wachstum des LKW-Verkehrs, das der gesamten Leistung der Bahn entspreche. Das Gewerbe werde die von ihm verursachten externen Kosten zahlen, sei aber „nicht die Melkkuh der Nation“. BGL-Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt kritisierte die für Anfang 2009 vom Bundesverkehrsministerium geplante Mauterhöhung um 50 Prozent für Euro-5-Laster bis 107 Prozent für die Euro-0-Klasse. Er lehnte Staukosten als externe Kosten ab. Sie sollten denen angelastet werden, die es an einer stauvermeidenden Infrastruktur fehlen ließen. Statt diese Kosten dem Staat in Rechnung zu stellen, solle er noch mit einer Stauabgabe belohnt werden, kritisierte auch der EU-Parlamentarier Georg Jarzembowski (CDU). Da die EU-Kommission derzeit eine Erhebung der externen Kosten nur für den LKW plane, müsse das Gewerbe aufpassen, dass es nicht in der „Böse-Buben-Ecke“ lande. (dw)
BGL: Externe LKW-Kosten umstritten
„Jour fixe" des BGL in Brüssel: Transporteure lehnen Staukosten als externe Kosten ab