München. Der Bund Naturschutz (BN) sieht den umstrittenen Donau-Ausbau zwischen Straubing und Vilshofen als Nagelprobe für die Umwelt-Glaubwürdigkeit der bayerischen FDP im Fall einer Regierungskoalition mit der CSU. BN-Landesvorsitzender Hubert Weiger sagte heute in München, dass sich die Liberalen immer wieder kritisch zur Kanalisierung von bayerischen Flüssen geäußert hätten. „Die FDP wäre gut beraten, nur in eine Koalition mit der CSU einzutreten, wenn die CSU ihre Forderung nach einer weiteren Staustufe aufgibt.“ In ihrem Koalitionsvertrag müssten sich die künftigen Regierungsparteien klar zum Natur- und Klimaschutz bekennen, forderte Weiger. Ein „Weiter so“ dürfe es aufgrund des Wählervotums nicht geben. Dort, wo die CSU besonders stark verloren habe, seien Großprojekte gegen den Willen der Bevölkerung vorangetrieben worden. Als Beispiele nannte Weiger den geplanten Bau einer dritten Startbahn am Münchner Flughafen und den Autobahnbau im Isental und im Fichtelgebirge. In seinem Forderungskatalog an die neue Staatsregierung verlangt der Bund Naturschutz einen Abschied von diesen „Prestigeprojekten“. (dpa)
Bayern: Verkehrsprojekte wichtiges Thema bei Koalitionsgesprächen
Bund Naturschutz sieht geplanten Donau-Ausbau als Nagelprobe für bayerische FDP