Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF und drei Spediteure wollen mit einer gemeinsamen Eisenbahn in den internationalen Schienengüterverkehr einsteigen. Das neue Joint Venture "rail4chem" solle im zweiten Quartal seine Geschäftstätigkeit aufnehmen, teilte die BASF am Mittwoch mit. Neben der BASF sind noch die Schweizer Bertschi AG und die beiden Hamburger Speditionen Hoyer GmbH und VTG-Lehnkering AG beteiligt. Die kartellrechtliche Genehmigung stehe noch aus. «Rail4chem» soll nicht nur den seit 1997 von der BASF in Eigenregie betriebenen Eisenbahnverkehr übernehmen, sondern auch aktiv als Spediteur für andere Firmen tätig werden. Im vergangenen Oktober hatte die BASF ihr neues Kombiverkehrsterminal in Ludwigshafen eröffnet, das als Umschlagplatz für bis zu 150.000 Container im Jahr von der Straße auf die Schiene und umgekehrt dienen soll. Etwa 40 Prozent der Kapazität des Terminals werden von der BASF in Anspruch genommen, der Rest ist offen für andere Unternehmen. (vr/dpa)
BASF und Spediteure gründen Eisenbahn
Gemeinschaftsunternehmen Rail4chem soll auch als Spediteur für andere Firmen tätig werden