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Baden-Württemberg: Tarifverhandlungen in der Speditionsbranche vorerst gescheitert

18.04.2024 17:03 Uhr | Lesezeit: 1 min
Detailaufnahme: Ein Beschäftigter mit einer Warnweste, auf der ein Verdi-Logo abgebildet ist, steht im Vordergrund (Symbolfoto)
Der Baden-Württembergische  Arbeitgeberverband Spedition und Logistik und die Gewerkschaft Ver.di konnten sich auch in der dritten Tarifrunde nicht einigen (Symbolbild)
© Foto: picture alliance / R. Goldmann | Ralph Goldmann

Laut dem Landesverband AVSL hat die Gewerkschaft Verdi die Verhandlungen der dritten Tarifrunde abgebrochen, man sei aber bereit für Gespräche in einer vierten Tarifrunde.

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Die dritte Tarifrunde der Speditions- und Logistikbranche in Baden-Würtemberg ist gescheitert. Laut dem Arbeitgeberverband Spedition und Logistik Baden-Württemberg (AVSL) habe die Gewerkschaft Verdi die Verhandlungen nach 12 Stunden abgebrochen.

Gewerkschaft und Arbeitgeberverband haben keinen Termin für eine vierte Tarifrunde vereinbart. Der Verband signalisierte allerdings Gesprächsbereitschaft. Man sei weiterhin verhandlungsbereit, heißt es in der Mitteilung des Verbands.

Die beiden Parteien konnten sich demnach nicht einigen. Das Angebot der AVSL in der Tarifrunde betrug beim Abbruch der Gespräche eigenen Angaben zufolge eine rein rechnerische Tarifentgelterhöhung um 9,9 Prozent bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Im ersten Jahr sollte das Entgelt in der Lohngruppe 3 um 6,7 Prozent (Sockelbetrag 200 Euro) steigen im zweiten um weitere 3 Prozent. Damit sei man an der Schmerzgrenze, auch wegen der düsteren Wirtschaftsprognosen und aufgrund zurückgegangener Aufträge.

Verdi habe zuletzt bezogen auf die Lohngruppe neben der Zahlung einer Inflationsprämie von 1.500 Euro bei einer Laufzeit von zwei Jahren einen Sockelbetrag von 240 Euro im ersten Jahr gefordert. Im folgenden Jahr sollten die Entgelte um 2,5 Prozent steigen.

Alternativ schlug die Gewerkschaft laut Angabe des Verbands vor, die Entgelterhöhung in der Lohngruppe 3 innerhalb eines Zeitraums von 18 Monaten rein rechnerisch um 14,3 Prozent zu erhöhen. Konkret sollte das Entgelt im ersten Jahr um einen Sockel von 240 Euro steigen und für die restliche Zeit um 2,5 Prozent. In der Lohngruppe 3 seien die meisten der gewerblichen Mitarbeiter beschäftigt, so der AVSL.

Dritter Tarifrunde ging Warnstreik voraus

Die Gewerkschaft war nach der zweiten Verhandlungsrunde und vor Beginn des dritten Treffens vom 10. bis 16. April in den Warnstreik getreten. Das damalige Angebot war nach Auffassung von Ver.di zu niedrig. Allein die Differenz zwischen den Entgelterhöhungen und den Inflationsraten der letzten vier Jahre betrage 6,7 Prozent, teilte die Gewerkschaft damals mit.

Unter anderem vom Streik betroffen waren demnach Kühne + Nagel in Friedrichshafen und Gärtringen, Dachser in Kornwestheim, Vaihingen Enz und Langenau, Gebrüder Weiss in Esslingen und Wernau, CTDI Solutions in Malsch, Schenker in Mannheim, Ditzingen und Herbrechtingen, FedEx in Mannheim, Nufringen und Korntal-Münchingen und UPS in Ditzingen und Heddesheim (Mannheim).

Der AVSL hatte in der zweiten Verhandlungsrunde laut der Gewerkschaft unter anderem eine Erhöhung der Monatsentgelte um 4,5 Prozent zum 1. April 2024 und eine weitere Erhöhung um 2,3 Prozent zum 1. April 2025 angeboten, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Ver.di forderte in der zweiten Runde unter anderem, die Entgelte bei einer Laufzeit von 12 Monaten um 13 Prozent zu erhöhen.

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