Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben kurzfristig mit einem Mangel an Arbeitskräften in ganz bestimmten Bereichen (Lokomotivführer, Zugbegleiter, Stationspersonal) zu kämpfen. Die Behebung dieser Engpässe seien nicht einfach zu lösen, weiß man bei den Bahnen. Dennoch ist es das Ziel der SBB AG, längerfristig weiter Personal abzubauen. Als Grund wird angegeben, dass die technische Modernisierung dazu führe, dass sich Berufsbilder bei der Bahn rasch ändern. Rein bahnspezifische Berufslehren gehören der Vergangenheit an, wie Walter Hofstetter, SBB-Personalchef, an einer Medienkonferenz sagte. An deren Stelle treten offene Berufe wie "Kaufleute öffentlicher Verkehr", "Logistikassistenten", oder auch "Verkehrswegebauer". Deshalb haben die SBB das gesamte Lehrlingswesen in einen neuen Ausbildungsverbund namens "Log-in" integriert. Dieser neue Verbund soll auch anderen Verkehrs- und Produktionsbetrieben offen stehen. Bei den SBB ist man überzeugt, dass solchermassen ausgebildetes Personal leichter in andere Betriebe wechseln könne. (vr/hrk)
Ausbildungsoffensive der SBB
SBB-Personalchef fordert Modernisierung der Berufsbilder