Wenn der Vorstand will, darf er den Stinnes-Aktionären 32,75 Euro je Aktie bieten. Das entspricht einen Gesamtkaufpreis von rund 2,5 Milliarden Euro. Eine Entscheidung Stinnes auch tatsächlich zu kaufen, habe der Vorstand um Bahn-Chef Hartmut Mehdorn noch nicht gefällt, teilt die Bahn mit. Das Angebot soll vielmehr nur dann abgegeben werden, wenn eine verbindliche Vereinbarung mit E.On geschlossen werde, in der sich der Energieversorger verpflichtet, das Übernahmeangebot für von ihm gehaltene Beteiligung an Stinnes in Höhe von rund 65,4 Prozent der Aktien und Stimmrechte anzunehmen. Der Bahn-Vorstand sei aber zuversichtlich, dass eine entsprechende Vereinbarung mit E.On bis spätestens zum 4. Juli zustande kommt. Das Übernahmeangebot ist dann aber an alle Aktionäre von Stinnes gerichtet. Es werde dann voraussichtlich in der ersten Hälfte des August veröffentlicht werden und voraussichtlich bis Ende September laufen. Eine Mindestannahmequote sei nicht vorgesehen. Derzeit fehlen noch die Zustimmung der EU-Kommission, der Kartellbehörden und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen.
Aufsichtsrat: Bahn darf Stinnes kaufen
Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat seinem Vorstand jetzt grünes Licht für die Übernahme des Logistikdienstleisters Stinnes gegeben.