Wien. Das vor wenigen Tagen beschlossene Ende der österreichischen Regierungskoalition dürfte auch Auswirkungen auf den Privatisierungsfahrplan von Austrian Airlines (AUA) haben. Grundvoraussetzung für eine Partnersuche ist ein Privatisierungsauftrag. Diesen hat die Regierung bisher nicht erteilt und es ist fraglich, ob sie das ihn ihren letzten Tage im Amt noch tun wird. Aufsichtsrat und Vorstand der AUA betonen, dass sie die Suche nach möglichen Partnern wie geplant fortsetzen wollen. Analysten bestätigen Austrian Airlines, zumindest bis zur zweiten Jahreshälfte 2009 auch allein bestehen zu können. Dennoch spitzt sich die Krisensituation merklich zu: Der für das Gesamtjahr prognostizierte Verlust von 90 Millionen Euro dürfte bereits Ende des ersten Halbjahres erreicht worden sein. Die AUA-Aktie fiel auf 2,80 Euro liegt damit bei rund einem Fünftel des Vorjahreswertes. Auf die angespannte Situation reagieren Austrian Airlines mit einer Kürzung ihres Flugprogramms. London City-Airport wird Mitte August gestrichen, Chicago mit Beginn des Winterflugplans. Auf weiteren Langstrecken-Destinationen wird die Frequenz verringert. Insgesamt will AUA 2009 mit drei Flugzeugen weniger das Auslangen finden. (rv)
AUA-Privatisierung durch Wahl behindert
Scheidende Regierung hat bislang noch keinen Privatisierungsauftrag erteilt, der Grundvoraussetzung für eine Partnersuche ist