Die EU-Kommission hat nicht die Absicht, das Sonntagsfahrverbot für Lkw aufzuheben. Einen entsprechender Bericht der Zeitung Bild am Sonntag sei ein April-Scherz, sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Der derzeit vorliegende Vorschlag der Behörde zur Harmonisierung der Wochenend-Fahrverbote erlaube die bestehenden deutschen Regelungen ohne Abstriche. Aus diplomatischen Kreisen in Brüssel wurde unterdessen bekannt, dass die EU-Verkehrsminister am kommenden Donnerstag in Luxemburg beim Mittagessen über das Thema sprechen wollen. Auf der Tagesordnung des Ministerrates steht es jedoch offiziell nicht. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) will einer möglichen Abschaffung des Fahrverbotes für Lastwagen an Sonn- und Feiertagen auf keinen Fall zustimmen. Im ZDF-Morgenmagazin sprach er am Montag von einer "Katastrophe", wenn Schwerlastverkehr und Sonntagsverkehr zusammenkommen würden. Bei einer Abschaffung des Fahrverbotes rechnete er mit "Mega-Staus" auf deutschen Straßen an Sonntagen. Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber bezeichnete die deutschen Schlagzeilen um das Wochenend-Fahrverbot als falsch. "Die heldischen Kampfansagen des Bundesverkehrsministers Kurt Bodewig, er müsse die Sonntagspazierfahrt und Urlaubsfahrt des deutschen Autofahrers retten, sind völlig übertrieben", sagte der Politiker am Montag in Brüssel. (vr/dpa)
Aprilscherz um Sonntagsfahrverbot für Lkw sorgt für Verwirrung
EU-Kommission dementiert deutsche Presseberichte