Am Rande: "Nacktbilder" aus Personenscannern und Elchalarm am Flughafen

10.10.2008 14:32 Uhr
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Hinter dem süßen Grinsen von so manchem Stofftier könnten ernsthafte Gefahren lauern! (Foto: ddp)
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Verdächtiger Elch: Stofftier löst Alarm am Flughafen Erfurt aus

Ein Stofftier hat am Flughafen Erfurt die Sicherheitsleute in Aufregung versetzt. Ein 38-jähriger Italiener wollte am Donnerstag nach München fliegen, als sich sein kleiner Begleiter bei der Personen- und Handgepäckkontrolle verdächtig machte. Auf dem Bildschirm des Röntgengerätes sei eindeutig zu erkennen gewesen, dass im Innern des Stoff-Elchs etwas eingenäht war, teilte die Bundespolizei am Freitag mit. Da der Fluggast zu dem ungewöhnlichen Inhalt keine Angaben machen konnte, wurde mit seiner Zustimmung das Stofftier vorsichtig mit einem Messer an einer Naht geöffnet. Zum Vorschein kamen zwei Stoffbeutel, die offenbar mit Sand gefüllt waren. Nachdem auch Mitarbeiter des Zolls ausschließen konnten, dass es sich bei der Substanz um Betäubungsmittel handeln könnte, bekam der Italiener seinen kleinen Freund zurück und konnte seine Reise fortsetzen. Neue Personen-Scanner machen "Nacktbilder" bei Kontrollen Die Bundespolizei arbeitet an neuen Personen-Scannern für die Kontrollen an deutschen Flughäfen. "Wir befinden uns in der Prüfphase", teilte die Bundespolizei in Frankfurt und Potsdam übereinstimmend mit. Laut Medienberichten werden von den Passagieren mittels elektromagnetischer Wellen "virtuelle Nacktbilder" erzeugt, die optisch Röntgenaufnahmen ähnelten. Derzeit werde technisch untersucht, ob die Geräte den Vorschriften entsprächen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Frankfurt der dpa. Geklärt werden müsse auch, inwieweit die Intimsphäre der Passagiere angetastet werde. Die neuen Scanner sollten dazu dienen, das Abtasten bei den Sicherheitschecks zu ersetzen. Dabei würden auch nicht metallische Gegenstände wie Plastiksprengstoff oder Keramik-Messer erkennbar. Dem Blatt zufolge soll die Technik ab 2010 auf Flughäfen in der EU eingeführt werden. Derzeit liefen bereits Test-Einsätze auf Flughäfen in Amsterdam, Zürich, London, Los Angeles und New York. Der Frankfurter Airport könnte laut Bundespolizei der erste deutsche Flughafen sein, an dem die Technik angewendet wird. Derzeit gebe es aber noch keine Feldversuche in Deutschland. Wann die Prüfphase der Bundespolizei abgeschlossen wird, ist noch unklar. (dpa/stb)

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