Am Rande: 50 Jahre und schon altersschwach - A 3 feiert runden Geburtstag

07.07.2008 11:17 Uhr
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Dichtes Verkehrsaufkommen auf der A 3. (Foto: ddp)

Mehr als 100.000 Fahrzeugen am Tag und LKW-Anteil von 25 Prozent: 230 Kilometer lange Strecke zwischen Nürnberg und Frankfurt nach ist überlastet

Nürnberg. Ein halbes Jahrhundert nach dem Bau des ersten Streckenabschnittes zeigt die Autobahn A 3 deutliche Anzeichen von Altersschwäche. Mit mehr als 100.000 Fahrzeugen am Tag und einem Lastwagen-Anteil von 25 Prozent ist die 230 Kilometer lange Strecke zwischen Nürnberg und Frankfurt nach Angaben der Autobahndirektion Nordbayern in Nürnberg völlig überlastet. Die Parkplätze an den Raststätten reichten bei weitem nicht aus. Am 9. Juli 1958 wurde das erste Teilstück der Autobahn zwischen Stockstadt und Hösbach (beides Landkreis Aschaffenburg) für den Verkehr freigegeben, an diesem Mittwoch (9. Juli) feiert die A 3 somit ihren 50. Geburtstag. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg hatte es Pläne für eine Autobahnverbindung zwischen Würzburg und Nürnberg gegeben. Diese wurden nach 1945 wieder hervorgeholt, verändert und in die Tat umgesetzt. Bei der Strecke zwischen Aschaffenburg und Würzburg entschied man sich für eine Diagonale durch den Spessart. Mit dem Lückenschluss zwischen Rottendorf und Schlüsselfeld wurde die A 3, die transeuropäische Verbindung zwischen den Niederlanden und Südeuropa, 1964 fertiggestellt. Zahlreiche kleine Parkplätze am Straßenrand luden damals zur Pause ein, viele von ihnen wurden im Laufe der Zeit aber aus Gründen der Hygiene und Verkehrssicherheit gesperrt. Wird die Autobahn sechsspurig ausgebaut, werden noch mehr Parkplätze wegfallen. Dafür sollen die übrigen aber größer werden. Der gesamte Bau der A 3 habe damals umgerechnet etwa eine halbe Milliarde Euro gekostet. Für den sechsspurigen Ausbau, der im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen als "vordringlicher Bedarf" ausgewiesen sei, werde heute mehr als das Dreifache veranschlagt, sagte eine Sprecherin der Autobahndirektion. (dpa)

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