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Am Rande: 40-Tonner zerstört historisches Maut-Denkmal

Beim Thema Maut sehen manche LKW-Fahrer rot

War es Nebel oder Frust über die drohende Bundesstraßenmaut: Ein Sattelzug hat Denkmal für Straßenmaut an der Bezirksgrenze von Unter- zu Mittelfranken umgefahren


Datum:
03.12.2010
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Marktbreit/Würzburg. Ein denkmalgeschütztes Wahrzeichen an der Bezirksgrenze von Unter- zu Mittelfranken ist am Freitag von einem Sattelzug umgefahren und völlig zerstört worden. Der 56 Jahre alte Lasterfahrer blieb bei dem Unfall auf der Bundesstraße 13 nahe Marktbreit (Landkreis Kitzingen) unverletzt. Der Steinobelisk erinnerte an die historische Straßenmaut und stammte aus dem 18. Jahrhundert, wie die Polizei Würzburg mitteilte.

Der Mann aus dem Ostallgäu hatte am frühen Morgen mit seinem Sattelzug bei dichtem Nebel unmittelbar vor dem Denkmal abgebremst, das die zwei Fahrbahnen teilt. Dabei war der Laster ins Rutschen geraten. Er prallte gegen die Leitplanke, die um den Obelisken errichtet worden war. Die Leitplanke gab nach, der Laster stieß gegen das Denkmal. Das fiel um und zerbrach. Der an dem Sattelzug entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 80.000 Euro. Für die Bergungsarbeiten war die B13 in Richtung Ochsenfurt stundenlang gesperrt.

Seit über 230 Jahren trennt das Denkmal auf der Strecke der Bundesstraße B 13 die zwei Fahrbahnen. Zuletzt war geplant worden, die Straße komplett an der Mautpyramide vorbeizuführen oder einen Kreisverkehr zu bauen. Marktbreits Bürgermeister Erich Hegwein (CSU) will sich nun dafür einsetzen, dass das Mautdenkmal wieder aufgebaut wird, sagte ein Stadtsprecherin.

Der Obelisk wurde im Auftrag des Markgrafens von Brandenburg-Ansbach errichtet. Neben der Mautpyramide stand früher ein Zollhaus. Dort musste bezahlen, wer zwischen dem Gebiet des Markgrafens und dem der Bischöfe von Würzburg unterwegs war. (dpa) 

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