Die italienische Regierung möchte sich alle Möglichkeiten zum Bau weiterer alpenquerender Verkehrsverbindungen offen halten. Deshalb müsse das Verkehrsprotokoll zur Alpenkonvention abgeändert werden. Dies erklärte der italienische Verkehrsminister Pietro Lunardi im staatlichen Rundfunksender RAI. Ein Verzicht auf alle weiteren Straßen sei "politischer Selbstmord". Italien riskiere dadurch, von Europa isoliert zu werden. Die Lösung der Probleme im Alpentransit erachte das Verkehrsministerium als oberste Priorität. Der Umweltschutz soll aber bei der Abänderung des Verkehrsprotokolls respektiert werden, versicherte Lunardi. Umweltschutzverbände haben bereits angekündigt, sich auf römischer und europäischer Ebene gegen weitere Baumaßnahmen in den Alpen zur Wehr zu setzen. (vr/im)
Alpentransit: Italien behält sich Bau neuer Straßen vor
Umweltschutzverbände haben bereits Widerstand angekündigt