Paris. Die vereinigten Frachtflieger Air France-KLM Cargo und Martinair werden zum Ende Oktober beginnenden Winterflugplan die Frachterkapazitäten erneut reduzieren. Gegenüber der Vorjahresperiode bedeutet das ein Minus von 40 Prozent beim Beförderungsangebot mit Vollfrachtern. Bereits in den zurückliegenden Monaten hatte die Gruppe durch Stilllegungen von Cargoflugzeugen, Ausdünnung von Flugplänen, Restrukturierung des weltweiten Netzwerks und Kosteneinsparungen auf den dramatischen Einbruch der Transportnachfrage infolge der globalen Wirtschaftskrise reagiert. Die bisher eingeleiteten Maßnahmen scheinen aber nur mäßig erfolgreich gewesen zu sein. Das legt der für vergangenen September gemeldet Rückgang der Tonnage von 17,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat nahe. Als Folge der Kapazitätskürzungen gelang es dem Frachttrio jedoch, den durchschnittlichen Ladefaktor um 2,2 Prozentpunkte zu verbessern, auf jetzt 66,1 Prozent. Dennoch fliegen vor allem Air France Cargo und KLM Cargo weiterhin verlustreich. Wie die Gruppe gegenüber Spediteuren ankündigte, plant sie eine Preiserhöhung zwischen 20 und 30 Prozent. Damit folgt sie dem Beispiel von Lufthansa Cargo, Cargolux, Delta oder Nippon Cargo, die ebenfalls zweistellige Ratensteigerungen planen. (hs)
AF-KLM-Gruppe kürzt weitere Frachterkapazität
Frachtflieger Air France-KLM Cargo und Martinair reduzieren mit Beginn des Winterflugplans die Kapazitäten um 40 Prozent