Phantomfrachtführer: So schützen sich Speditionen und Verlader
Fake Carrier agieren professionell und organisiert. Experten erklären, woran Unternehmen Betrugsversuche erkennen und wie wichtig strukturierte Prävention ist.
Phantomfrachtführer, auch als Fake Carrier bezeichnet, stellen eine wachsende Bedrohung für Speditionen, Verlader und Versicherer dar. Verschiedene Organisationen wie die Transport Asset Protection Association (Tapa) oder der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) warnen seit Monaten vor deutlich steigenden Schadenfällen. Die Täter geben sich als reale Frachtführer aus, holen Waren ab und bringen sie nicht an den vorgesehenen Bestimmungsort.
Nach Einschätzung von Experten handelt es sich dabei nicht um Einzeltäter, sondern um gut organisierte Strukturen. Das zeigte ein Webinar des Compliance-Software-Anbieters Fumo Solutions auf, in dem Klaus Baier, Sachverständiger bei der Unternehmensberatung Desa, referierte. Die Täter kennen demnach Logistikprozesse und nutzen komplexe Transportketten gezielt aus. Dabei passen sie ihr Vorgehen immer wieder an bestehende Kontrollmechanismen an. Experten weisen darauf hin, dass es unterschiedliche Grundmuster beim Vorgehen gibt.
Auch Versicherer beobachten die Entwicklung mit Sorge. Die Schadenssummen steigen, ebenso die durchschnittliche Schadenhöhe pro Fall. Branchenvertreter diskutieren deshalb bereits über mögliche Anpassungen bei Versicherungsbedingungen.
Klar ist: Das Thema Phantomfrachtführer betrifft nicht nur einzelne Marktteilnehmer, sondern die gesamte Lieferkette. Prävention rückt damit für Speditionen und Verlader zunehmend in den Mittelpunkt.
In diesem Beitrag der VerkehrsRundschau, den Abonnenten im Profiportal VRplus lesen können, erfahren Leser unter anderem:
- wie Phantomfrachtführer typischerweise vorgehen
- welche Waren besonders im Fokus der Täter stehen
- welche Maßnahmen Spediteure und Verlader präventiv ergreifen können
- welche Warnhinweise auf einen Phantomfrachtführer hindeuten
- welche Herausforderungen sich hinsichtlich Anzeigen bei der Polizei und Ermittlungen ergeben
- wie Versicherer auf die steigenden Schäden reagieren