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MAN-Betriebsrat fordert Kaufprämie für Lkw

MAN-Konzern-Betriebsratschef Saki Stimoniaris will ein Förderprogramm für die Anschaffung neuer und junger gebrauchter Lkw
© Foto: dpa/picture alliance / Fotostand/ Wagner

Zuerst hatte der Chef der VW-Tochter Traton Andreas Renschler eine europaweite Abwrackprämie für Lkw verlangt. Jetzt ruft auch der MAN-Konzernbetriebsratschef nach finanzieller Unterstützung für den Nutzfahrzeug-Markt.


Datum:
15.05.2020
Autor:
Stephanie Noll
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München. MAN-Konzern-Betriebsratschef Saki Stimoniaris fordert Kaufprämien oder Steuerhilfen für Lastwagen. Der Markt für schwere Lkw werde sich dieses Jahr voraussichtlich halbieren. „Um die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen anzukurbeln und dadurch die in eine schwierige Situation geratenen Nutzfahrzeughersteller zu unterstützen, erachte ich ein Förderprogramm für die Anschaffung neuer und junger gebrauchter Lkws als wünschenswert und notwendig“, schrieb Stimoniaris an mehrere Bundesminister und Ministerpräsidenten. 

Steuerliche Sonderabschreibungen könnten die Nachfrage ankurbeln. Zudem sollten Staat und Kommunen jetzt Busse und Lastwagen kaufen, schlug der Betriebsrat vor. Der Brief wurde am Donnerstag veröffentlicht.

Arbeitsplätze in der Branche gefährdet

Jeder vierte Arbeitsplatz in der Automobilindustrie entfalle auf die Nutzfahrzeughersteller und ihre Zulieferer; Lastwagen transportierten 70 Prozent der Güter. Aber die fehlenden Einnahmen der Lkw-Bauer gefährdeten die Zukunftsfähigkeit der Branche, schrieb Stimoniaris, der auch dem VW-Konzernbetriebsrat angehört.

Andreas Renschler, Chef der VW-Lastwagentochter Traton mit den Marken MAN und Scania, hatte bereits eine europaweite Abwrackprämie für Lastwagen gefordert. MAN beschäftigt in Bayern 2000 und in Salzgitter 2400 Mitarbeiter, schreibt rote Zahlen und will Stellen abbauen. (dpa/sn)

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