Der Weltnutzfahrzeugverband IRU warnt vor einer Kürzung der europäischen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Anlass ist ein Kompromissentwurf der irischen EU-Ratspräsidentschaft für den Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union von 2028 bis 2034. Demnach könnte auch die Connecting Europe Facility (CEF) weniger Mittel für den Verkehrssektor erhalten als ursprünglich von der EU-Kommission vorgesehen.
Nach Angaben der IRU soll das Gesamtvolumen des langfristigen EU-Haushalts gegenüber dem Vorschlag der Europäischen Kommission um acht Prozent reduziert werden. Für den Verkehrsbereich der CEF könnte dies eine Kürzung um rund fünf Milliarden Euro bedeuten.
CEF finanziert wichtige europäische Verkehrsprojekte
Die Connecting Europe Facility gehört zu den zentralen EU-Förderinstrumenten für den Ausbau grenzüberschreitender Verkehrsinfrastruktur. Für die Transport- und Logistikbranche sind die Mittel unter anderem für internationale Verkehrskorridore, Infrastruktur für emissionsfreie Fahrzeuge sowie sichere Lkw-Parkplätze relevant.
Die IRU hält Einsparungen deshalb für problematisch. Gerade Investitionen, die mehrere Mitgliedstaaten betreffen, könnten nach Einschätzung des Verbands nicht allein durch nationale Haushalte finanziert werden.