Der Brexit hinterlässt seine Spuren: Bayerische Exporte schwächeln

19.11.2018 13:52 Uhr
Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger

Dämpfer für die bayerische Wirtschaft: Die Exporte sind in diesem Jahr nur minimal gestiegen. Grund dafür ist unter anderem der Brexit.

München. Die bayerischen Exporte schwächeln: In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind die Ausfuhren aus dem Freistaat nur noch leicht gestiegen, während die Einfuhren kräftig zulegten.

Deswegen hat sich der bayerische Außenhandelsüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert, wie das Statistische Landesamt am Montag mitteilte - von 9,8 auf 4,7 Milliarden Euro. Ein Hauptgrund ist der kräftige Rückgang der Autoexporte, das Minus hier beläuft sich auf über zehn Prozent.

Exporte wuchsen um 0,8 Prozent

Insgesamt wuchs der Wert der bayerischen Ausfuhren zwar noch um 0,8 Prozent auf 144 Milliarden Euro. Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft ist jedoch besorgt, weil die Exporte in die USA ebenso geschrumpft sind wie nach Großbritannien. Der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU hat jetzt schon deutliche Auswirkungen.

Nach Angaben von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sind sowohl Exporte als auch Importe aus Großbritannien um rund sieben Prozent zurückgegangen.

Lahmende Konjunktur

Getroffen werden Bayerns Unternehmen auch von der lahmenden Konjunktur in China, nach den USA zweitwichtigster Exportmarkt für Bayerns Unternehmen. Laut Vereinigung der bayerischen Wirtschaft

(vbw) sind im dritten Quartal auch die Exporte in die Volksrepublik gesunken. „Protektionismus, Abschottung und unsachliche Debatten schaden unserer stark exportorientierten bayerischen Wirtschaft“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. (dpa/stm)

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