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Für Euro-6-Lkw sollen die Mauttarife in Österreich deutlich steigen

©Ernst Weingartner/Chromorange/picture-alliance

Österreich will Lkw-Maut erhöhen

Lastwagen der saubersten Schadstoffklasse sollen ab 2020 auf österreichischen Autobahnen rund vier Prozent mehr zahlen. Der Transportverband kritisiert, dass das Verkehrsministerium des Landes damit ein anders lautendes Versprechen bricht.

Wien. Der Fachverband Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich kritisiert, dass die österreichischen Bundesregierung ab 2020 eine Lkw-Maut-Erhöhung plant, die doppelt so hoch wie die Inflationsrate des Jahres 2018 ausfällt. „Es ist bedauerlich, dass Abmachungen und Zusagen der Politik gegenüber den Transporteuren offenbar nichts wert sind“, sagte Obmann Günther Reder. 

Demnach plant man in Wien entgegen anderslautender Versprechen des ehemaligen Verkehrsministers Norbert Hofer eine Anhebung der Mauttarife von rund vier Prozent für Euro-6-Lkw. Die Politik habe 2017 zugesagt, dass außerordentliche Lkw-Maut-Erhöhungen über der Inflation der Vergangenheit angehören, so Reder. 

Von den vom Verkehrsministerium eingenommenen Umwelt-Mauteinnahmen von 87 Millionen Euro sei zudem bisher kein Geld an die Transporteure für die versprochenen Fördermaßnahmen geflossen, monierte der Fachverbands-Obmann. (ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special ÖSTERREICH – TRANSPORT & LOGISTIK.

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Österreich – Transport & Logistik, Lkw-Maut in Europa, Transportpreise, Frachtraten und Logistikkosten

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