Individuelle Ausbildungswege: Wie Still junge Fachkräfte unterstützt

26.02.2026 15:15 Uhr | Lesezeit: 6 min
Drei Azubis von Still bei der Arbeit, Kollage
Individuelle Ausbildungsmodelle bei Still: Junge Fachkräfte erhalten früh Verantwortung und werden flexibel in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung unterstützt.
© Foto: STILL GmbH; Kollage von VerkehrsRundschau

Der Intralogistikanbieter Still setzt auf individuelle Förderung junger Fachkräfte. Das Unternehmen zeigt, wie flexible Ausbildungsstrukturen, realitätsnahe Berufsorientierung und maßgeschneiderte Karrierewege ihre Nachwuchsarbeit prägen.

Der Intralogistikspezialist Still verfolgt seit vielen Jahren einen Ansatz, der junge Menschen mit ihren unterschiedlichen Hintergründen und Bedürfnissen in den Mittelpunkt der Ausbildung stellt. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg wurde mehrfach für seine Ausbildungsqualität ausgezeichnet und zeigt, wie vielseitig technische und logistische Berufsbilder heute gestaltet werden können.

Die Lebensläufe der aktuellen und ehemaligen Auszubildenden reichen von jungen Eltern über Absolventinnen in traditionell männlich dominierten Berufen bis hin zu Berufseinsteigern, die in Krisenzeiten beginnen. Ausbildungsleiter Jan Wehlen betont: „Wir legen viel Wert darauf, dass wir für alle unsere jungen Mitarbeitenden den für sie passenden Weg finden. Nur so können wir auch unsere sehr hohe Übernahmequote von über 90 Prozent realisieren.“

Besonders sichtbar wird dies in der steigenden Zahl junger Frauen, die technische Ausbildungsberufe ergreifen. Frühe Praktika, praxisnahe Einblicke und spezielle Orientierungstage speziell für Mädchen tragen neben einer ermutigenden Unternehmenskultur dazu bei, alte Rollenklischees aufzubrechen, teilt das Unternehmen mit.

Unterstützung in besonderen Lebenslagen

Ein Beispiel für die Flexibilität des Unternehmens ist die 23-jährige Industriemechanikerin Katrin. Während ihrer Ausbildung wurde sie schwanger – ein Einschnitt, der ihren weiteren Berufsweg zunächst infrage stellte. „Zuerst dachte ich, das war es jetzt mit meiner Ausbildung“, berichtet sie.

Still reagierte jedoch mit individuellen Lösungen:

Industriemechanikerin Katrin wurde während ihrer Ausbildung bei STILL schwanger. Dank der Unterstützung und Flexibilität des Unternehmens schloss sie ihre Ausbildung dennoch erfolgreich ab. Heute arbeitet die junge Mutter in Teilzeit und kann Beruf und Fa
© Foto: STILL GmbH

Sichere Arbeitsplatzgestaltung, flexible Organisation und persönliche Betreuung ermöglichten es ihr, die theoretische Abschlussprüfung hochschwanger abzulegen und nach der Elternzeit fortzufahren. „Welcher Arbeitgeber ermöglicht schon so etwas?“, sagt sie rückblickend. Heute arbeitet sie in Teilzeit und plant perspektivisch eine Weiterbildung – etwa zur Technikerin oder Meisterin.

Auch das könne sie gemeinsam mit Still umsetzen, ist sie sicher.

Diese Form der Unterstützung bestätigt auch Ausbildungsmeister Andreas Gschwill: „Bei Still legen wir einen starken Fokus auf die individuelle Entwicklung der Auszubildenden, die bei uns lernen und arbeiten.“ Teilzeitmodelle, Wiedereinstiege und Weiterbildungsmöglichkeiten gehören daher fest zum Ausbildungsverständnis des Unternehmens.

Praxisorientierte Entwicklung und langfristige Perspektiven

Neben flexiblen Lösungen legt Still Wert auf nachhaltige Entwicklungspfade: Das zeigt sich etwa in der Laufbahn von Ole, der 2012 seine Ausbildung zum Industriemechaniker begann. Anstatt zu einem größeren Industriebetrieb zu wechseln, entschied er sich bewusst für das familiäre Umfeld bei Still.

Nach seiner Ausbildung bei STILL bildete sich Ole direkt weiter und hatte schon im Alter von 21 Jahren seinen Meistertitel in der Tasche. Das Unternehmen ließ ihn weiter Erfahrungen sammeln und übertrug ihm mit 24 Jahren seine erste Teamleiterposition. He
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Bereits früh setzte er auf Weiterbildung und absolvierte mit 21 Jahren eine Industriemeisterqualifikation. „Ich wollte am liebsten sofort Teamleiter werden“, sagt er. Das Unternehmen unterstützte ihn sowohl finanziell als auch organisatorisch, bremste ihn aber gleichzeitig bewusst, um Praxiserfahrung zu ermöglichen. Heute verantwortet der 29-Jährige ein Team von 18 Personen.

Er bewertet die damalige Entscheidung positiv: „Mit 21 Jahren und frisch aus der Meisterschule wäre es vermutlich wirklich zu früh gewesen.“

Jan Wehlen erklärt hierzu: „Von der Ausbildung an setzen wir auf Nachhaltigkeit und langfristige Perspektiven. Die Entwicklung von jungen Menschen ohne Berufserfahrung zu gestandenen Führungskräften bietet einen besonderen Mehrwert im Job.“

Verantwortung übernehmen – von Beginn an

Auch während der Pandemie zeigte sich, wie wichtig Orientierung auf Augenhöhe ist. Dominik, der 2021 seine Mechatroniker-Ausbildung begann, startete unter digitalen Bedingungen in seinen Beruf. Trotz virtueller Prozesse blieb die persönliche Betreuung spürbar. „Alle waren sehr bemüht, trotz allem ein familiäres Umfeld zu schaffen“, berichtet er.

Wir-Gefühl trotz Distanz – bei STILL geht das. Dominik begann seine Ausbildung zum Mechatroniker mitten in der Pandemie und erlebte dennoch ein familiäres Umfeld und viel Unterstützung. Nach seinem Abschluss bot STILL ihm direkt eine Position als Service
© Foto: STILL GmbH

Dominik schloss 2024 mit Bestnoten ab und arbeitet inzwischen als Service Engineer Automation – und unterstützt europaweit Serviceteams bei Soft- und Hardwarefragen automatisierter Fahrzeuge. Ausbildungsmeister Nils Reinecke bestätigt die Bedeutung enger Begleitung: „Gerade am Anfang der Ausbildung möchten wir die jungen Menschen stärken und ihnen eventuelle Unsicherheiten nehmen.“

Die 19-jährige Angelina ist Auszubildende zur Fachkraft für Lagerlogistik im ersten Lehrjahr. Zuvor hatte sie bei einem Praktikum bereits den STILL Spirit kennen und lieben gelernt. In den ersten Monaten ihrer Ausbildung hat sie schon viel gelernt und ver
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Auch Angelina, Auszubildende zur Fachkraft für Lagerlogistik, sammelte vorab Praxiserfahrung durch ein Praktikum. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt die 19-Jährige. „Da wusste ich, das ist mein Beruf.“ Im zweiten Lehrjahr dürfen die Azubis im Betrieb oft den Staplerschein machen – ein Schritt, der bewusst individuell und verantwortungsorientiert gestaltet wird. „Wir schauen immer individuell auf jede Person“, erklärt Ausbildungsmeister Marian Weste.

Nachwuchsförderung, die Diversität sichtbar macht

Die Ausbildungsarbeit bei Still zeigt, wie moderne Personalentwicklung in technischen Branchen aussehen kann: vielfältig, flexibel, menschlich und mit echter Verantwortung für den Nachwuchs. Auszubildende organisieren eigenständig Schülermessen, präsentieren das Unternehmen auf Branchenveranstaltungen wie der CEMAT und zeigen damit früh, wie Vertrauen und Verantwortung miteinander verknüpft sind.


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