Licht-Test 2016: Düstere Bilanz für Lkw

13.12.2016 16:36 Uhr
Licht-Test 2016, Nutzfahrzeug-Service, Werkstatt
Im Licht-Test 2016 sind 41,5 Prozent aller Nutzfahrzeuge durchgefallen
© Foto: obs/Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe/ProMotor

Laut einer Untersuchung weisen 41,5 Prozent der Nutzfahrzeuge in Deutschland Mängel an der Beleuchtung auf - das sind deutlich mehr als im Vorjahr.

Bonn. Defekte Beleuchtungsanlagen an Lkw und Bussen stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Mit 41,5 Prozent weisen deutlich über zwei Drittel der untersuchten Nutzfahrzeuge Mängel auf. Das ist das Ergebnis des jetzt von Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) und Deutscher Verkehrswacht (DVW) veröffentlichten Licht-Tests 2016. Die Mängelquote ist damit um 5,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2015: 36,6 Prozent). Insgesamt flossen 7300 Überprüfungen in die Statistik ein.

Ganz oben auf der Mängelliste stehen die Hauptscheinwerfer mit 28,5 Prozent (2015: 27,2 Prozent): Der Anteil der Blender mit zu hoch eingestellten Scheinwerfern ist auf 13,2 Prozent gestiegen (2015: 11,5 Prozent). Die Quote zu niedrig eingestellter Frontlichter zeigte sich mit 11 Prozent stabil (2015: 11,1 Prozent). Bei 6 Prozent der Lkw und Busse stellten die Prüfer einen vollständig ausgefallenen Scheinwerfer fest (2015: 4,4 Prozent), einen Totalausfall bei 1,8 Prozent (2015: 1,2 Prozent). Alarmierende Resultate lieferte auch die Heckbeleuchtung. Bei 12 Prozent der untersuchten Nutzfahrzeuge waren Defekte zu verzeichnen (2015: 10,3 Prozent). Rund 4,3 Prozent fuhren ohne Bremslicht (2015: 4,4 Prozent).

Der ZDK appelliert dringend an Fahrer von Nutzfahrzeugen, auf die Beleuchtung zu achten, diese regelmäßig kontrollieren und Mängel umgehend beheben zu lassen. Die jährliche Licht-Test-Aktion wird für Lkw und Busse seit zehn Jahren angeboten. In Meisterbetrieben und speziell ausgerüsteten Werkstätten der Prüforganisationen können Fahrer im Aktionsmonat Oktober die Beleuchtungsanlage prüfen lassen. Schirmherr der Aktion ist Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). (ag)

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