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Alternative Antriebe: Bayern setzt auf technologieoffenen Ansatz

Wirtschaftsminister Aiwanger am Steuer des Wasserstoff-Trucks der Paul Group aus Vilshofen
© Foto: Elke Neureuther/StMWi

Bei der Umstellung auf alternative Antriebe will Bayern gerade im Nutzfahrzeugbereich sowohl die Batterie wie auch die Brennstoffzelle fördern.


Datum:
03.06.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit: 
5 min
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Bayern will bei der Dekarbonisierung des Verkehrs auch stark auf Wasserstoff setzen. „Auf dem eingeschlagenen Weg zur klimafreundlichen Mobilität verfolgt Bayern einen technologieoffenen Ansatz“, sagte Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf dem Wasserstoff-Event „PIN 21- Clean Trucking Conference“. „Wir setzen auf das sinnvolle Zusammenspiel von Batterie und Brennstoffzelle. Dabei wird grüner Wasserstoff insbesondere bei der Dekarbonisierung im Schwerlast- und Nutzfahrzeugsektor eine Schlüsselrolle spielen. Für einen sauberen Straßengüterverkehr und um unsere ehrgeizigen Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen, führt an der Wasserstoffmobilität bei Bussen und Nutzfahrzeugen kein Weg vorbei.“

Aufbau einer regionalen Wasserstoffwertschöpfungskette

Aiwanger hob in diesem Zusammenhang das Projekt des NextMobility Accelerator Consortiums hervor. Hier arbeiten der Nutzfahrzeughersteller Paul Group und der Tankstellenbetreiber Maier-Korduletsch aus Niederbayern gemeinsam mit Shell am Aufbau einer regionalen Wasserstoffwertschöpfungskette im Raum Passau. Im Zuge des Projektes hat die Paul Group einen mittelschweren Brennstoffzellen-Lkw gebaut, der laut Herstellerangabe eine Reichweite von rund 500 Kilometern hat. Maier-Korduletsch errichtet die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte Wasserstoff-Tankstelle. Shell kauft – mit Unterstützung von Bundesfördermitteln – die von Paul produzierten Wasserstoff-Trucks und vermietet diese an interessierte Spediteure.

„Bayerische Unternehmen aus der Kraftfahrzeugindustrie besitzen schon heute das Know-how für den Bau von Lkw mit Brennstoffzellen oder die Umrüstung der Zugmaschinen von Dieselantrieb auf Wasserstofftechnologie. Der Wasserstoff-Truck made in Bavaria von Paul ist ein Paradebeispiel und zeigt die hohe Innovationskraft des bayerischen Mittelstandes“, sagte Aiwanger. Der Staatsminister bezeichnete die Unternehmen als Pioniere: „Die Firmen bündeln ihre Kräfte im Konsortium und entwickeln ein regionales Wasserstoff-Ökosystem, von der Herstellung des Energieträgers bis zur Produktion der H2-Fahrzeuge. Das ist ein beispielhafter Ansatz mit ganzheitlicher Betrachtung der Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Was wir jetzt brauchen, sind verlässliche bundespolitische Leitplanken, um die Produktion anzukurbeln und die klimaneutral fahrenden H2-Lkw in hoher Stückzahl so schnell wie möglich auf die Straßen zu bringen.“

Förderprogramm für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben

Aiwanger begrüßte das vom Bundesverkehrsministerium aufgelegte Förderprogramm für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben, das Unternehmen bei der Anschaffung von neuen Wasserstoff-Nutzfahrzeugen oder der Umrüstung von Bestandsfahrzeugen unterstützt, mahnte aber zu mehr Tempo bei der Umsetzung. „Aufgrund langer Lieferzeiten der Fahrzeuge sowohl bei der Umrüstung als auch der Neuanschaffung müssen viele Antragsteller jetzt die Bestellungen tätigen, um den Zeitplan ihrer Projekte einzuhalten. Viele Betriebe können die damit verbundenen erheblichen Investitionen aber nur dann stemmen, wenn die Förderzusage des Bundes vorliegt. Die Förderanträge müssen jetzt schnell abgearbeitet und der zweite Aufruf im Rahmen der Richtlinie veröffentlicht werden“, forderte der Wirtschaftsminister. (tb)

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