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Wird es bald keine Verbrenner-Fahrzeuge mehr auf Deutschlands Straßen geben?

©H. Blossey/dpa/picture-alliance

NABU fordert das Aus des Verbrenners

Geschäftsführer Miller sieht den Verkehrssektor als Sorgenkind des Klimawandels und will keine Verbrenner-Fahrzeuge mehr zulassen.

Berlin. Anlässlich der IAA fordert der NABU von der kommenden Bundesregierung ein klares Bekenntnis zum Ende der Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren bis zum Jahr 2030.

NABU-Geschäftsführer Leif Miller kommentiert: „Alle Bundesregierungen unter Kanzlerin Angela Merkel haben es versäumt, eine Mobilitätswende einzuleiten. Deshalb steht der Verkehrssektor heute als Sorgenkind der Klimaschutzanstrengungen da. Vor allem die Verkehrs- und Wirtschaftsminister haben sich dabei zum Diener der Industrie gemacht. Die nächste Regierung muss unmittelbar nach Amtsantritt die Weichen für ein zukunftsfähiges Verkehrssystem stellen: Ab 2030 dürfen keine Verbrenner mehr neu zugelassen und umweltschädliche Subventionen müssen abgebaut werden. Für Autobahnen und Bundesstraßen brauchen wir einen Baustopp mit sofortiger Wirkung. Wir haben bereits viel zu viel Zeit verloren, ein Weiter-so können wir uns einfach nicht leisten."

NABU-Verkehrsreferent Nikolas von Wysiecki ergänzte: „Auch die Industrie braucht klare Rahmenbedingungen, wenn sie den Umbau hin zu emissionsfreien Fahrzeugen erfolgreich bewältigen will. Die Beliebigkeit der Politik hinsichtlich der favorisierten Antriebstechnologie verzögert den Umstieg auf Elektrofahrzeuge, macht ihn aber auch unnötig teuer und gefährdet am Ende Arbeitsplätze.“ (ste)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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Lkw-Landverkehr & Stückgut, Verkehrspolitik Deutschland, Messe IAA Nutzfahrzeuge, CO2 und Luftschadstoffe


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