Die jüngsten Niederschläge haben die Situation auf der Elbe in Sachsen bislang nicht nachhaltig verbessert. Nach Angaben der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe (SBO) kann die Güterschifffahrt weiterhin nicht wieder aufgenommen werden. Der Wasserstand reicht nach wie vor nicht aus, um wirtschaftliche Transporte auf dem Fluss zu ermöglichen.
Wann der Betrieb wieder anlaufen kann, ist derzeit offen. Dafür wären deutlich höhere und vor allem dauerhaft stabile Wasserstände erforderlich.
Pegel weiterhin deutlich zu niedrig
Für eine verlässliche Wiederaufnahme der Schifffahrt müsste der Wasserstand am Pegel Dresden nach Angaben der SBO dauerhaft über einem Meter liegen. Aktuell werden dort jedoch lediglich rund 60 Zentimeter gemessen.
Erst bei stabilen Pegeln würden die Reedereien ihre Schiffe wieder in die Region zurückverlegen. Viele Einheiten befinden sich derzeit in anderen schiffbaren Fahrgebieten.
Stillstand bereits seit Ende April
Dass die Oberelbe während der Sommermonate zeitweise nicht wirtschaftlich befahrbar ist, kommt regelmäßig vor. In diesem Jahr begann die Niedrigwasserphase jedoch ungewöhnlich früh.
Bereits Ende April musste der Güterverkehr weitgehend eingestellt werden. Seitdem können zahlreiche Transporte nicht wie geplant durchgeführt werden.
Schwertransporte warten auf Weitertransport
Besonders betroffen sind Großraum- und Schwertransporte, die sich nicht ohne Weiteres auf Straße oder Schiene verlagern lassen. Nach Angaben der SBO befinden sich in Dresden weiterhin große Maschinenteile, Generatoren und Turbinen, die auf den Weitertransport per Schiff warten.
Auch Importgüter sind von den Einschränkungen betroffen. Teilweise konnten Schiffe ihre Zielhäfen an der Oberelbe aufgrund der sinkenden Wasserstände nicht mehr erreichen.