Galeria Kaufhof-Karstadt

Fast einem Drittel der Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof droht im Moment die Schließung

©Ulrich Baumgarten/picture-alliance

Insolvenzverfahren für Galeria Logistik GmbH eröffnet

Das Tochterunternehmen befand sich mitten im Umbruch. Platzt jetzt das Joint-Venture mit Fiege X Log?

Essen. Am Amtsgericht Essen ist am 1. Juli 2020 das Insolvenzverfahren für die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof und acht ihrer Tochterunternehmen eröffnet worden. Darunter befindet sich auch die Galeria Logistik GmbH. Der Ableger soll dem Gericht nach in Eigenverwaltung durch das Verfahren geführt werden. Die Sachverwaltung übernimmt, wie im Fall der Warenhauskette auch, der Anwalt Frank Kebekus. Forderungen können Insolvenzgläubiger dort bis zum 24. Juli 2020 schriftlich anmelden.

Die Logistiksparte des Unternehmens hatte sich in den letzten Jahren im Umbruch befunden. Seit Anfang 2020 wurde die gesamte Abteilung in ein Joint-Venture mit dem westfälischen Unternehmen Fiege X Log übertragen. Im Zuge der Umstrukturierung waren bereits mehrere Logistikstandorte geschlossen worden. Ziel war, nicht nur die Logistik für Galeria Karstadt Kaufhof bereitzustellen, sondern auch noch Kapazitäten für Drittkunden anzubieten. Mit einem verstärkten Ausbau des Online-Geschäfts hatte sich die Kaufhauskette neue Umsätze erhofft.

Was das Insolvenzverfahren für die Kooperation mit Fiege X Log bedeutet, ist im Moment noch unklar. Quasi sicher ist aber, dass die Schließung von Filialen auch Rückgänge im Logistikbereich bedeuten wurde. Stand jetzt droht 56 Filialen der Kaufhauskette mit mehreren tausend Mitarbeitern das Aus. (ff)

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