Bei der Einschätzung ihrer künftigen Geschäfte zeigten sich die befragten Unternehmern im Juli pessimistischer als im Vormonat (Symbolbild)

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Ifo-Geschäftsklima sinkt überraschend

Die Stimmung in der deutschen Konjunktur hat einen Dämpfer erhalten. Neben Lieferengpässen bei Vorprodukten sorgen auch die steigenden Corona-Infektionszahlen und der Fachkräftemangel für Sorgenfalten bei Unternehmern.

München. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli überraschend eingetrübt. Der Ifo-Index für das Geschäftsklima sank um 0,9 Punkte auf 100,8 Zähler, wie das Münchner Institut am Montag bekanntgab. Das führende deutsche Konjunkturbarometer, das auf einer Umfrage unter etwa 9000 Unternehmen basiert, sank damit erstmals seit Beginn des Jahres. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 102,5 Punkte gerechnet.

Ausschlaggebend für den Rückgang ist die Einschätzung der künftigen Geschäfte. Hier ging der entsprechende Indexwert zurück, während die Bewertung der aktuellen Lage erneut besser war. „Lieferengpässe bei Vorprodukten und Sorgen um wieder steigende Infektionszahlen belasten die deutsche Wirtschaft“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Außerdem trübt auch der Fachkräftemangel teilweise die Stimmung unter den Unternehmen. (dpa/sn)

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