Luftfracht, Flugzeug, Flughafen Leipzig-Halle

Der internationale Luftverkehrsverband IATA geht davon aus, dass auch das Jahr 2020 für die Airlines eine Herausforderung wird

©Jan Woitas/dpa/picture-alliance

IATA: 2019 war schlimmstes Luftfrachtjahr seit der Finanzkrise

Nach Angaben des internationalen Luftverkehrsverbands haben das geringe Wachstum des Welthandels und Handelskriege zu einem Nachfragerückgang geführt.

Genf. Die Airlines weltweit haben im Luftfrachtgeschäft das schlimmste Jahr seit der globalen Finanzkrise hinter sich. Die Nachfrage, gemessen in Frachttonnenkilometern, ging gegenüber 2018 um 3,3 Prozent zurück, während die Kapazität im Vergleichszeitraum um 2,1 Prozent gestiegen ist. Darüber informierte am Mittwoch der internationale Luftverkehrsverband (IATA), der 290 Fluggesellschaften repräsentiert.

2019 war demzufolge das erste Jahr mit einem rückläufigen Frachtvolumen seit 2012 und das Jahr mit der schwächsten Transportleistung seit der globalen Finanzkrise in 2009 als die Luftfrachtmärkte um 9,7 Prozent schrumpften. Als Gründe nannte die IATA das geringe Wachstum des Welthandels von nur 0,9 Prozent und internationale Handelskriege – zum Beispiel zwischen den USA und China.

Nach Einschätzung des Airline-Verbands gibt es Anzeichen dafür, dass das Vertrauen der Kunden und die Aufträge im Jahr 2020 wieder zunehmen könnten. Um Aussagen zu den möglichen Auswirkungen des Coronavirus zu treffen, sei es noch zu früh“, sagte Alexandre de Juniac, Generaldirektor und CEO der IATA. Angesicht der aktuell eingeführten Beschränkungen werde es sicherlich das Wirtschaftswachstum bremsen. (ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LUFTFRACHT & AIRCARGO.

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