Bruno Le Maire

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire brachte erneut eine Treibstoffsteuer für Flugzeuge und Schiffe ins Spiel

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Frankreich will EU-Steuer für Flugzeug- und Schiffstreibstoff

Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire schlägt eine europaweite Besteuerung vor, da es im Gegensatz zum Auto bei Flugzeugen und Schiffen keine Emissionsziele gebe.

Paris. In der Klimadebatte strebt Frankreich eine europäische Besteuerung von Kerosin und Schiffstreibstoff an. Es sei unverständlich, dass es Emissionsziele für Autos gebe, nicht aber für Flugzeuge und Schiffe, sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire nach Angaben seines Ministeriums am Dienstag in Paris. „Wir schlagen vor, an einer europäischen Besteuerung von Treibstoff von Flugzeugen und Schiffen zu arbeiten“, so Le Maire. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte bereits im Mai im Rahmen von Reformvorschlägen für Europa eine Kerosinbesteuerung ins Spiel gebracht. Die Steuerpolitik in der EU ist allerdings ein Minenfeld, da einzelne Staaten in Brüssel mit einem Veto Beschlüsse blockieren können.

Einsparungen um bis zu elf Prozent möglich

Einer EU-Studie zufolge könnte eine europäische Steuer auf Flugbenzin den Kohlendioxid-Ausstoß aus der Luftfahrt um elf Prozent drücken, weil Tickets teurer würden und weniger Leute das Flugzeug nähmen. In Deutschland wäre der Effekt sogar noch stärker. Zu diesem Ergebnis war eine Untersuchung der EU-Kommission gekommen, die der Verband Transport & Environment im Mai veröffentlicht hatte. Fliegen ist besonders klimaschädlich. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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