Müdigkeit am Steuer

Die Gefahren des Sekundenschlafes werden oft unterschätzt

©Picture Alliance/dpa/Christin Klose

Experten: Sekundenschlaf fordert mehr Tote als Alkohol am Steuer

Jeder vierte Autofahrer ist schon einmal hinter dem Steuer eingeschlafen. Besonders Fahrten in den frühen Morgenstunden sind problematisch.

Schwalmstadt. Der Sekundenschlaf von Autofahrern hat nach Darstellung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) mehr tödliche Folgen als Alkohol am Steuer. Wissenschaftliche Studien legten nahe, dass die Zahl der Todesopfer infolge von Sekundenschlaf mehr doppelt so hoch liege. Wie die DGSM am Freitag berichtete, nickte jeder vierte Autofahrer schon einmal hinter dem Steuer ein. Besonders Fahrten in den frühen Morgenstunden seien nach einer kurzen Nacht gefährlich, teilte DGSM-Vorstandsmitglied Maritta Orth mit.

Die Reaktionszeit nach vielen Stunden ohne Schlaf verringert sich dem Angaben zufolge ähnlich wie nach dem Konsum von Alkohol: „Schon 17 Stunden ohne Schlaf beeinträchtigen das Reaktionsvermögen wie 0,5 Promille Alkohol im Blut, 22 Stunden ohne Schlaf wirken schon wie 1,0 Promille Alkohol im Blut”, sagte Orth. Die DGSM versucht nun mit ihrer neuen Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf! Die Aktion gegen Müdigkeit am Steuer” mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat über die Risiken aufzuklären. Die Schlafforscher kommen vom 9. bis 11. November in Münster zu ihrer 25. Jahrestagung zusammen. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSSICHERHEIT.

1000px 588px

Verkehrssicherheit


WEITERLESEN: