Umwelt

Bis zum Jahr 2050 soll der Straßengüterverkehr in der EU emissionsfrei sein

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DSLV tritt European Clean Trucking Alliance bei

Die Europäische Union will mit dem Green Deal bis zum Jahr 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null reduzieren. Laut Bundesverband Spedition und Logistik muss sich dafür vor allem bei schweren und leichten Lkw etwas zügig ändern.

Berlin. Der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) ist der Unternehmer-Allianz ECTA (European Clean Trucking Alliance), die sich für die vollständige Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrssektors einsetzt, beigetreten. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Verbands hervor.

Axel Plaß, DSLV-Präsident, zu dem Beitritt: „Mit ihrem Green Deal hat die Europäische Union die Klimapolitik zu einer wichtigen Leitlinie für die Mobilitätspolitik der Zukunft gemacht. Doch diese Anstrengungen reichen nicht. Jetzt muss vor allem das CO2-Reduktionspotential schwerer und leichter Lkw zügig gehoben werden. Das technische Rüstzeug hierfür müssen Fahrzeugindustrie und die Energieanbieter liefern. Die gemeinsame Arbeit mit anderen Stakeholder-Gruppen, darunter Umweltorganisationen, Verlader- und Transportverbände an einem strategischen, legislativen Fahrplan der EU für einen flächendeckenden Einsatz von Null-Emissions-Lkw und alternativen Tank- und Ladeinfrastrukturen ist unser Anspruch und Verständnis von einer Mitgliedschaft bei ECTA. Auf diese Weise kann Planungssicherheit für die Mobilitätsbranchen in Europa entstehen.“

Transeuropäisches Verkehrsnetz soll zum emissionsfreien Güterverkehrskorridor werden

In einem Positionspapier drängt ECTA die EU-Kommission, den zukünftigen Rechtsrahmen für den emissionsfreien Straßengüterverkehr belastbar zu gestalten und für alle Mitgliedstaaten verbindliche Zielwerte in der Richtlinie über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFID) zu verankern. Damit soll sichergestellt werden, dass grenzüberschreitende Transporte ebenso emissionsfrei durchgeführt werden können, wie regionale Lieferverkehre. Damit das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-T) zum emissionsfreien Güterverkehrskorridor wird, muss der flächendeckende Aufbau öffentlicher E-Ladestationen sowie der Betankungsinfrastruktur für grünen Wasserstoff bis 2027 erfolgen, formuliert die ECTA ihre Vorstellungen. Hierzu bedarf es auch einer Überarbeitung der Energiebesteuerungs-Richtlinie (2003/96/EG), damit für EU-Mitgliedsstaaten einheitliche rechtliche Grundlagen für die Gewährung von Steuerbegünstigungen auf Elektrizität entstehen, die aus erneuerbaren Quellen hergestellt und zum Laden von Fahrzeugen oder zur Herstellung von grünem Wasserstoff verwendet wird.

Über das Umweltbündnis

Insgesamt 18 Unternehmen aus der Transport- und Logistikbranche sowie Industrie und Handel haben im Juli 2020 die European Clean Trucking Alliance geründet. Die Koalition will eigenen Angaben zufolge Druck auf die EU machen, um den Übergang zu sauberen Lkw zu beschleunigen, die Emissionsziele des EU-Klimagesetzes bis 2030 zu erreichen und bis 2050 die Dekarbonisierung in Europa zu schaffen. Zu den ersten Mitgliedern der European Clean Trucking Alliance aus dem Straßengüterverkehr gehörten unter anderem Contargo, Deutsche Post DHL, FM Logistics, Geodis, Girteka Logistics, Meyer & Meyer, No Limit Logistics, van der Wal und Vos Logistics. (ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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