CO2

Laut Bayerns Umweltminister muss CO2 einen Preis haben (Symbolfoto)

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Bayerns Umweltminister will schärfere Klimaziele und CO2-Preis

Umweltminister Glauber fordert die Einführung eines Preises für den Ausstoß von Kohlendioxid und schließt einen nationalen Alleingang nicht aus.

München. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) will die bayerischen Klimaziele verschärfen und einen eigenen Klimaschutzplan für den Freistaat vorlegen. Zudem fordert er die Einführung eines Preises für den Ausstoß von Kohlendioxid. Glauber stellt sich damit gegen die bisher geltende Linie der Koalition von CSU und Freien Wählern – vor allem, weil er einen nationalen Alleingang nicht ausschließt.

„Unser Klimaziel muss in meinen Augen ambitionierter werden. Bayern soll bis 2050 klimaneutral werden“, sagte Glauber der „Deutschen Presse-Agentur“ in München. Klimaneutral bedeutet, dass unter dem Strich keine Treibhausgase mehr zusätzlich in die Atmosphäre gelangen, die den Prozess der Erderhitzung beschleunigen.

Zugleich betonte Glauber: „CO2 muss einen Preis haben.“ Eine zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik müsse sich danach ausrichten, CO2 einzusparen. „In meinen Augen sollte belohnt werden, wer das Klima schont“, erklärte er. „Die Bepreisung muss aber wirksam und sozial gerecht erfolgen. Sie darf die Gesellschaft nicht spalten.“ Glauber will aber auch nicht warten, bis das Thema auf europäischer Ebene angegangen wird. „Wir müssen auf alle Fälle national darüber nachdenken, wir müssen national in die Gänge kommen“, betonte er. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION BAYERN.

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Logistikregion Bayern, Verkehrspolitik Deutschland

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