Die Strecke zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven wird für den Schienen-Güterverkehr zum Jadeweserport (Bild) überwiegend zweigleisig ausgebaut und komplett elektrifiziert

©Deutsche Bahn AG

Ausbau der Schienenanbindung Jadeweserport auf der Zielgeraden

Für den Ausbau der Bahnstrecke von Oldenburg nach Wilhelmshaven beginnt die letzte Bauetappe. Bis Ende 2022 sollen alle Arbeiten planmäßig abgeschlossen sein.

Rastede. Der aufwendige Ausbau der Bahnstrecke von Oldenburg nach Wilhelmshaven geht auf die Zielgerade. Für die Arbeiten auf dem letzten Abschnitt von Oldenburg nach Rastede gab die Bahn am Freitag das Startsignal. „Der Ausbau der Strecke Oldenburg - Wilhelmshaven macht den Klimaschutz ganz konkret, denn hier stärken wir den Güterverkehr auf der Schiene“, sagte DB-Infrastrukturvorstand Roland Pofalla.

Die knapp 70 Kilometer lange Strecke zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven wird für den Schienen-Güterverkehr zum JadeWeserPort überwiegend zweigleisig ausgebaut und komplett elektrifiziert. Der Ausbau dient der besseren Erreichbarkeit des Jadeweserports für Güterzüge. Mit den nun anlaufenden Arbeiten kann die Elektrifizierung der Verbindung abgeschlossen werden.

Marktanteil des Schienengüterverkehrs soll auf 25 Prozent klettern

Mit der Strategie „Starke Schiene“ will die Deutsche Bahn gemeinsam mit dem Bund und dem Bahnsektor den Marktanteil des Schienengüterverkehrs von 18 auf 25 Prozent steigern. „Das entspricht 13 Millionen weniger Lkw-Fahrten pro Jahr auf deutschen Straßen“, so Pofalla.

Berend Lindner, Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung in Niedersachsen bezeichnete die geplante Verbesserung der Bahnanbindung als Segen für Wilhelmshaven und den JadeWeserPort: „Im internationalen Wettbewerb der großen Seehäfen ist eine elektrifizierte Schienenanbindung in das Hinterland ein wesentlicher Vorteil, insbesondere da künftig ein durchgehendes zweites Gleis die Flexibilität erhöhen wird. Somit können die Züge von und zum JadeWeserPort rund um die Uhr fahren.“

885 Millionen Euro fließen in den Streckenausbau

In den bereits seit vielen Jahren geforderten Ausbau der Strecke nach Wilhelmshaven werden 885 Millionen Euro investiert. Bis Ende 2022 sollen alle Arbeiten einschließlich der Elektrifizierung beendet sein. Oldenburg hatte erfolglos gegen die letzte Bauetappe geklagt, um eine Umfahrungsstrecke auf dem Stadtgebiet durchzusetzen. Allerdings werden nun rund 16 Kilometer Lärmschutzwände errichtet, um Anwohner vor Belästigungen zu schützen. Rund 2000 Häuser erhalten zusätzlichen Schallschutz. (dpa/sn)

 

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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Railcargo & KV, Logistikregion Niedersachsen, Deutsche Bahn

  • 03.03.2020

    Renee Ledwoch

    Sehr geehrte Redaktionsmitglieder,
    Sie sind auch bei den Kosten nicht auf dem aktuellen Stand. 1,1 Mrd € wird der Ausbau der Strecke nach aktuelller Auskunft von DB Netze und Verkehrsministerium kosten. Ursprünglich wurden für den gesamten Ausbau 129 Mio € genannt. Wie seriös werden solche Projekt eigentlich gerechnet? Trotz der Lärmschutzwände und dem zusätzlichen Schallschutz an den Häusern bleiben Tausende ungelöster Lärmschutzfälle. Dabei gibt es eine Lösung mit der Umgehungstrasse!

  • 28.02.2020

    Bernd Hufnagel

    Sehr geehrte Redaktion,
    recherchieren Sie künftig bitte korrekt und zitieren Sie nicht nur Text von Ansprachen von Politikern.
    Ein EILANTRAG der Kläger wurde vom Bundesverwaltungsgericht abgelehnt. Das eigentliche Verfahren steht mit sehr guten Aussichten erst an!

  • 22.03.2020

    Richter

    Am anderen Ende ist die Mittenwaldbahn bereits seit 100 Jahren elektrifiziert. Für die langen Güterzüge zum BBT ist sie aber topologisch nicht mehr geeignet. Daher dürfte die Konkurrenzfähigkeit der nun durchgehenden Elektrifizierung und des BBT gegenüber der A7 dürftig bleiben.


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