Das Unternehmen Amazon

Bei der Maßnahme werden laut Amazon keine einzelnen Personen identifiziert

©Beata Zawrzel/NurPhoto/picture-alliance

Amazon sucht mit Kameras nach Annäherungspunkten in Lagern

Der Onlineversandhändler Amazon setzt künftig in deutschen Logistikzentren auf Kamerabilder, um seine Mitarbeiter vor dem Coronavirus zu schützen. Ein Verteilzentrum macht dabei allerdings eine Ausnahme.

Seattle/Berlin. Amazon greift in der Corona-Krise auch in deutschen Logistikzentren auf Kamerabilder zurück, um zu erkennen, wann Beschäftigte einander bei der Arbeit zu nahe kommen. Auf dieser Basis sollen die Betriebsabläufe verbessert werden, um eine Ansteckungsgefahr zu verringern. Amazon habe „einige unserer besten Experten für maschinelles Lernen damit beauftragt, Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung der Sicherheitsabstände in unseren Gebäuden zu prüfen“, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.

Der Konzern hatte die Maßnahme, bei der keine einzelnen Personen identifiziert würden, bereits Anfang April in einem Blogeintrag angekündigt. In Deutschland wird sie nicht im Leipziger Verteilzentrum eingesetzt, weil der dortige Betriebsrat dies ablehnt.

Amazon setzt in seinem internationalen Logistiknetz unter anderem auch Temperaturmessungen ein, um den Betrieb der Verteilzentren aufrechtzuerhalten. In Frankreich machte der Konzern seine Lager vorübergehend dicht, nachdem ein Gericht entschied, dass die Mitarbeiter nicht ausreichend geschützt würden und vorschrieb, dass der Versand auf Medizin- und Hygieneartikel sowie Lebensmittel beschränkt wird. (dpa/ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special CORONA EPIDEMIEN & SEUCHEN – TRANSPORT UND LOGISTIK.

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