Europaparlament

Die Arbeitsbedingungen bei Amazon waren Thema im Europaparlament

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Amazon fehlt bei EU-Parlamentsanhörung

Bei einer Anhörung im Europaparlament fehlten Vertreter des Online-Händlers Amazon, was von Parlamentariern scharf kritisiert wurde.

Brüssel. Der sozialpolitische Sprecher der christdemokratischen EVP-Fraktion im Europaparlament, Dennis Radtke, hat den Online-Händler Amazon scharf für sein Fernbleiben bei einer öffentlichen Anhörung im Europaparlament kritisiert. „Dass Herr Bezos unsere Einladung ignoriert und nicht einmal einen Vertreter entsendet, ist ein Akt unfassbarer Arroganz und eine Missachtung von demokratischen Institutionen“, sagte der Politiker am Donnerstag, 27. Mai, in Richtung des Firmengründers Jeff Bezos.

In der Anhörung wollten sich die Parlamentarier ein eigenes Bild davon machen, inwiefern kritische Medienberichte über die Überwachung von Arbeitern bei Amazon zutreffen und ob Praktiken des Konzerns eventuell arbeitsrechtswidrig seien. Zu Beginn der Anhörung hieß es, Amazon habe angekündigt, nach der Anhörung schriftlich auf eingereichte Fragen zu reagieren.

Die Arbeitsbedingungen bei Amazon waren zuletzt immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Der Konzern betonte am Donnerstagabend: „Wir respektieren das Recht unserer MitarbeiterInnen, einer Gewerkschaft oder einer anderen rechtmäßigen Organisation ihrer Wahl beizutreten oder auch nicht beizutreten – ohne Angst vor Repressalien, Einschüchterung oder Belästigung.“ (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special ARBEITSRECHT & PERSONALWESEN.

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