Tarek Al-Wazir

Wasserstoff werde es nicht im Überfluss geben, warnt Minister Tarek Al-Wazir

©Paul Zinken/dpa/picture-alliance

Al-Wazir kündigt Wasserstoffstrategie für Hessen an

Wasserstoff soll in Hessen ein wichtiger Energieträger werden, kündigte die Landesregierung an, die gleichzeitig warnt, dass es Wasserstoff nicht im Überfluss geben werde.

Wiesbaden. Das Land Hessen will die Nutzung des Energieträgers Wasserstoff vorantreiben. Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) kündigte im Landtag eine entsprechende Strategie an. Wasserstoff sei ein wichtiges Element eines klimafreundlichen Energiesystems. Diese Funktion könne er aber nur bei einem Ausbau der Windkraft und anderer erneuerbarer Quellen übernehmen, betonte Al-Wazir in einer Debatte über den FDP-Entwurf für ein Wasserstoffgesetz.

Wasserstoff müsse erzeugt werden, betonte der Minister. Nach seinen Worten gab es in Hessen in den vergangenen Jahren mehr als 100 Projekte zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Wasserstoff werde es nicht im Überfluss geben. „Daher wird er nach meiner festen Überzeugung in den nächsten Jahrzehnten vor allem auf Anwendungsgebiete beschränkt bleiben, wo es keine andere klimafreundliche Lösung gibt – etwa in der Stahlerzeugung, im Luftverkehr oder im interkontinentalen Schiffsverkehr.“

Die FDP-Fraktion setzt sich mit ihrem Gesetzentwurf für eine stärkere Nutzung von Wasserstoff ein. „Hessen braucht eine Neuausrichtung seiner Energiepolitik“, sagte Fraktionsvorsitzender René Rock. Das Land sei als Industriestandort und internationales Luftverkehrsdrehkreuz prädestiniert für zukunftsweisende Energieprojekte. „Deshalb braucht es jetzt eine gesetzliche Grundlage für die Förderung von Wasserstoff.“ (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION HESSEN UND RHEINLAND-PFALZ.

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