ÖBB Rail Cargo

Wegen der Corona-Krise befindet sich der Güterverkehr der Österreichischen Bundebahnen weiterhin in einer schwierigen Situation

©krischanz.zeiller/Rail Cargo Group

20 Prozent weniger Menge im ÖBB-Gütertransport

Die Güterverkehrs-Sparte der Österreichischen Bundesbahnen leidet weiterhin unter der Corona-Krise. Und hofft, dass es wegen der Lage in Deutschland nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung kommt.

Der Güterverkehr der Österreichischen Bundebahnen (ÖBB) befindet sich Corona bedingt weiterhin in einer schwierigen Situation. Der wirtschaftlichen Lage entsprechend verzeichnen die ÖBB ein Minus von 20 Prozent an Menge, sagte Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä heute der VerkehrsRundschau. „Die Lage ist für uns verschärft, weil die ÖBB als staatliches Unternehmen von Hilfen ausgeschlossen sind“, so Matthä.

Der wirtschaftlichen Entwicklung entsprechend glaube er für die nächste Zukunft, dass es für den Güterverkehr der ÖBB „auf schwachem Niveau weitergeht. Hinzu komme, dass die Verlagerung von der Straße auf die Schiene zur Hoch-Zeit der Krise wieder den Weg zurück auf die Straße nehme: „Wir sehen einen massiven Preisverfall im Transit-Lkw-Verkehr“, sagte der Chef der ÖBB-Holding.

DB-Güterverkehrsoffensive mit Interesse betrachtet

Die Entwicklung der Güterverkehrsoffensive der Deutschen Bahn unter der neuen DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta würden die ÖBB „interessiert“ betrachten. „Wir sind gegenüber Deutschland Partner und Wettbewerber“, sagte Matthä. „Wir sind aber sicher, dass Brüssel darüber wacht, dass es zu keiner Wettbewerbsverzerrung kommt.“

Im Personenverkehr liege die Auslastung derzeit bei 50 Prozent. Mit 26. Juni werde der Nachtzugverkehr mit den Nightjets auf 18 eigenen und neun Partnerlinien, zum großen Teil  nach Deutschland, wieder voll aufgenommen. Ab Dezember soll das Angebot von Österreich nach Amsterdam ausgeweitet werden, kündigte der ÖBB-Chef an.  (ms)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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