Wirtschaft fordert Bürokratieabbau

07.01.2026 14:32 Uhr | Lesezeit: 2 min
Geschäftsfrau Hände arbeiten in Stapeln von Papierakten zum Suchen und Überprüfen von unfertigen Dokumenten erreicht auf Ordnerpapieren
Ein „Bürokratierückbau“ würde Unternehmen und Bürgern mehr Freiheit zur Entfaltung ermöglichen
© Foto: Getty Images/nathapath

Die Koalition aus Union und SPD ist mit einem Vertrauensvorschuss der Wirtschaft gestartet, für das Jahr 2026 fordert der Arbeitgeberpräsident jedoch einen „großen Wurf“.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger verlangt von der Bundesregierung im Jahr 2026 tiefgreifende Reformen. „Deutschland braucht einen großen Wurf – sonst droht eine Dauerkrise“, sagte Dulger der „Deutschen Presse-Agentur“. Man stecke „in der längsten Krise seit Gründung der Bundesrepublik“, so Dulger. Die Welt verändere sich rasant, sagte Dulger. „Auch wir müssen uns bewegen, wenn wir nicht den Anschluss verlieren wollen.“ Deshalb müsse 2026 das Jahr der tiefgreifenden Reformen werden.

Reformen sollen Wirtschaft ankurbeln

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe auf dem Arbeitgebertag im November 2025 von einem „Epochenbruch“ gesprochen. Merz hatte den anhaltenden russischen Angriffskrieg in der Ukraine genannt, autoritäre Systeme auf der Welt, ein aggressiver auftretendes China sowie US-Präsident Donald Trump, der mit Zolltarifen versuch, „America first“ durchzusetzen. „Gerade dieser Epochenbruch muss doch dazu führen, dass wir unbürokratischer und schneller werden – und dass wir unseren Sozialstaat neu aufstellen“, sagte Dulger. „Die außenpolitischen Krisen machen Reformen im Inland notwendiger denn je. Ich erinnere den Kanzler gern daran: Gute Außen- und Sicherheitspolitik ist nur möglich, wenn die Wirtschaft wächst.“

Bürokratieabbau und Sozialstaatsreformen

Dulger forderte konkret einen deutlichen „Bürokratierückbau“. Dies würde Unternehmen und Bürgern mehr Freiheit zur Entfaltung ermöglichen. Zudem müsse es mehr Netto vom Brutto geben. Dulger sprach zudem angesichts steigender Sozialausgaben von kostensenkenden Sozialstaatsreformen. „Unser Sozialstaat muss treffsicherer und gerechter werden.“ Arbeit müsse deutlich attraktiver werden als Nicht-Arbeit. „Das alles würde Deutschland so viel attraktiver für Investoren aus dem Inland und dem Ausland machen. Investitionen in den 20er-Jahren führen zu Wachstum in den 30er-Jahren.“

Rentenkommission eingesetzt

Merz hat wiederholt tiefe Reformen angekündigt. Konkret wurde aber zuletzt eine Rentenkommission eingesetzt. Bis Mitte 2026 sollen Vorschläge vorliegen. Dabei dürfte es auch um die Frage eines späteren Renteneintrittsalters gehen.



Kennen Sie schon unseren VR-Rechtsblog?

In unserem VR-Rechtsblog klärt Logistikrechts-Experte und Rechtsanwalt Prof. Axel Salzmann über Vertragsangelegenheiten, Urteile, Versicherungen und vieles mehr rund um Unternehmungsführung und Speditionsalltag auf. Der Zugang zu unseren Blogs ist für Abonnenten kostenfrei. Ein unverbindliches, zwei-monatiges Kennlern-Abo können Sie gerne hier abschließen. 

Sie haben Fragen oder Themen für einen Rechtsblog, die sich unser Expertenteam genauer ansehen soll? Dann schreiben Sie uns gerne eine Mail an verkehrsrundschau@tecvia.com oder wenden Sie sich direkt an unsere Rechtsredakteurin Marie Christin Wiens.


HASHTAG


#Wirtschaft

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.