Ein Meilenstein für die Sendungsverfolgung

Der elementare Vorteil von VABE ist, dass die Positionsdaten der Wagen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa über den kompletten Laufweg des Wagens durchgehend verfügbar sind.
© Foto: DB Cargo

Mit VABE: DB Cargo startet mit GPS-basierten Wageninformationen in ein neues Zeitalter des Trackings und der Kundenkommunikation.

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Datum:
15.08.2022
Lesezeit: 
6 min



Güter gehören auf die Schiene – an diesem Ziel arbeitet DB Cargo unter anderem mit dem Projekt Wagon Intelligence, das seit 2017 damit beschäftigt war, die Wagenflotte von DB Cargo vollumfänglich mit GPS-Geräten und Sensoren auszustatten. Bis zum Jahr 2021 wurden bereits über 63.000 Güterwagen erfolgreich ausgerüstet.

Daten mit Kontext verknüpfen

Der nächste Schritt ist nun, die Positionsdaten der Wagen nicht nur isoliert zu nutzen, sondern mit den bestehenden Systemen von DB Cargo zu verbinden. Bisher beruhte ein wesentlicher Bestandteil der Statusinformationen – wie Abfahrten und Ankünfte, Grenzübertritte oder die Position der Wagen – auf der manuellen Eingabe vor Ort in einer Zugbildungsanlage oder entstand aus der Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kundenzentrums. Dies führte teilweise zu unterschiedlichen Statusangaben, da Eingaben manuell nachbearbeitet werden mussten, zu falschen Zeitpunkten oder teilweise gar nicht gemeldet wurden. Durch die manuelle Eingabe und den fehlenden Standard war die Informationsdichte speziell im Ausland viel zu gering und eine nahtlose Verfolgung der Wagen kaum möglich.

„Value Added Business Events“ revolutionieren Track & Trace

Da das Tracking eine zentrale Kundenanforderung ist, werden die Daten der über 63.000 Güterwagen gesammelt und an die Internet-of-Things-(IoT-)Cloud gesendet. Dort werden die Positionsdaten dann automatisiert ausgewertet, und mit Kontextdaten – wie etwa Auftragsdetails – verknüpft und sogenannte VABEs, „Value Added Business Events“, erzeugt. Ein VABE ist zum Beispiel die automatische Erkennung und anschließende Meldung der Abfahrt, Durchfahrt oder Ankunft eines Wagens an einem Umschlagterminal oder dem Gleisanschluss eines Kunden. Das ist möglich, indem relevante Bahnstellen mit einem sogenannten Geofence markiert werden. Ein Geofence ist ein virtueller Zaun, durch den DB Cargo erkennt, wann ein Wagen einen festgelegten Bereich betritt, ihn durchfährt oder wieder verlässt. Diese Geofences können automatisiert erstellt werden, beispielsweise für große Rangieranlagen oder Knotenbahnhöfe. Zusätzlich ist auch ein kundenindividuelles Anlegen für spezifische Übergabebereiche möglich.

Europaweit im Einsatz

Der elementare Vorteil von VABE ist, dass die Positionsdaten der Wagen nicht nur in Deutschland, sondern international über den kompletten Laufweg des Wagens durchgehend verfügbar sind. Zusätzlich können bei Bedarf auch Güterwagen anderer Halter angebunden und für die Kunden angezeigt werden. Seit Ende März ist die Funktionalität produktiv und versorgt die Kundinnen und Kunden von DB Cargo über den link2rail eService Track & Trace mit deutlich verbesserter Datenqualität und damit genaueren und schnelleren Statusinformationen.

Wir haben dazu auch mit Dr. Daniel Rost gesprochen und den Gesamtprojektleiter Wagon Intelligence mit den Schwerpunkten Agile Digitalisierungsprojekte, Internet of Things und skalierbare Architekturen gefragt, was VABE für die Kunden bedeutet und welchen Nutzen sie konkret haben. 


Lesen Sie mehr dazu in den Logistik-News von DB Cargo.




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