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Viele Mittelständler wegen hoher Kosten auf Investitionsbremse

08.05.2023 12:45 Uhr | Lesezeit: 3 min
Geld für Startup, Startkapital für Geschäftskonzept
Vier von fünf Mittelständlern gehen in der DZ-Bank-Umfrage davon aus, dass infolge der anhaltend hohen Inflation die Löhne in ihrem Unternehmen steigen werden
© Foto: iStock/ anyaberkut

Energiepreise, Inflation, Zinswende - die Kostenbelastung für Deutschlands Mittelständler ist enorm. Etliche Unternehmen ziehen Konsequenzen.

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Die deutlich gestiegenen Zinsen bremsen Investitionen im deutschen Mittelstand. Nur noch rund ein Fünftel der Unternehmen freue sich über die Zinswende, stellte die DZ Bank anhand einer Umfrage unter gut 1000 Inhabern und Geschäftsführern mittelständischer Unternehmen in Deutschland fest.

Mehr als die Hälfte der Befragten sieht demnach die höheren Zinsen mittlerweile als schlecht für das eigene Unternehmen an (53 Prozent) und hofft auf wieder sinkende Zinsen (55 Prozent). Mehr als ein Viertel der Mittelständler plant der Erhebung zufolge, wegen der gestiegenen Kreditkosten Investitionen zurückzufahren.

Nach Jahren des billigen Geldes hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli zu einer Serie von Zinserhöhungen angesetzt. Die Notenbank will damit die hohe Inflation in den Griff bekommen. 

Vier von fünf Mittelständlern gehen in der DZ-Bank-Umfrage davon aus, dass infolge der anhaltend hohen Inflation die Löhne in ihrem Unternehmen steigen werden. "Bewahrheitet sich diese Erwartung dürften die Unternehmen wiederum versuchen, die gestiegenen Lohnkosten an ihre Kunden weiterzureichen", analysieren die Volkswirte der DZ Bank. "Damit könnte tatsächlich eine Preis-Lohn-Spirale drohen, wodurch Unternehmen und Verbraucher noch länger mit erhöhten Inflationsraten konfrontiert wären." 

Vor allem steigende Energie- und Lebensmittelpreise heizen seit Monaten die Teuerung an. Die Bundesregierung bemüht sich, über die rückwirkend zum 1. Januar geltenden Preisbremsen Erdgas, Strom und Fernwärme erschwinglicher zu machen.

Ein Viertel der befragten Mittelständler gab an, durch die Strom- und Gaspreisbremsen entlastet zu werden. In der Chemieindustrie sind es sogar mehr als ein Drittel der Befragten. Zugleich jedoch halten fast 40 Prozent der befragten Unternehmen die Preisbremsen in ihrer derzeitigen Ausgestaltung für nicht ausreichend.

"Die Kostenbelastung im Mittelstand bleibt trotz gesunkener Strom- und Gaspreise und der Preisbremsen weiter hoch", folgert die DZ Bank. Obwohl sich die konjunkturelle Lage zuletzt etwas entspannt habe, stehe "ein Großteil der Mittelständler weiterhin unter finanziellem Druck". 

Uwe Berghaus, Firmenkundenvorstand der genossenschaftlichen DZ Bank, äußerte sich dennoch zuversichtlich, dass die meisten Firmen auch diese Phase gut meistern werden: "Denn der deutsche Mittelstand ist im Kern gesund und finanziell solide aufgestellt."

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