Die Zollabfertigung an der deutsch-polnischen Grenze ist für die Transportunternehmen weiter Ärgernis. An Wochenenden müssen die Lkw bis zu 24 Stunden auf ihre Abfertigung warten. Die Situation an der Grenze sei das reinste Chaos, und die Zollmitarbeiter seien demotiviert, hatte der Verband Spedition und Logistik Berlin und Brandenburg kritisiert. Gegen diese Vorwürfe hat die Oberfinanzdirektion die Zöllner jetzt in Schutz genommen. "Die Zöllner der Oberfinanzdirektion Cottbus haben im vergangenen Jahr 1,7 Millionen Lastwagen an der Grenze zu Polen abgefertigt", teilte ein Sprecher mit. Am größten Grenzübergang Frankfurt (Oder-)Autobahn seien das täglich bis zu 2000 Laster in Richtung Polen gewesen. Von mangelnder Motivation könne daher keine Rede sein. Die Zollverwaltung bemühe sich, die Nadelöhre zu beseitigen. "Unabhängig davon hat die Zollverwaltung keinen Einfluss darauf, welche Grenzübergänge von den Transporteuren gewählt werden", hieß es. So sei es unverständlich, warum der nur 25 Kilometer südlich von Guben gelegene Übergang Forst-Autobahn nicht stärker genutzt werde. (vr/dpa)
Zoll: Staus an polnischer Grenze sind nicht hausgemacht
Oberfinanzdirektion nimmt Zollpersonal gegen Vorwürfe in Schutz