Durch den wachsenden Lkw-Verkehr in Deutschland ist die Zahl der Unfälle mit Lastwagen im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 45482 Lkw-Unfälle mit Verletzten oder Toten bedeuteten eine Zunahme von 17,4 Prozent im Vergleich zu 1992, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Dagegen sei die Zahl der bei Lkw-Unfällen getöteten Menschen von 1992 bis 1999 von 1833 auf 1615 oder um 11,9 Prozent gesunken. Auch die Unfälle mit Schwerverletzten ging zurück, während die Zahl der Leichtverletzten von 38079 auf 48376 oder um 27 Prozent zunahm. Die gesunkene Zahl der Toten relativiert sich durch den Vergleich mit anderen Unfallarten. Dort ging die Totenrate um rund 27 Prozent zurück. Außerdem stieg zwischen 1992 und 1999 die Zahl der bei Unfällen getöteten Lkw-Insassen –Fahrer und Beifahrer- um 21,2 Prozent auf 269 an. Als Ursache nannten die Unfallforscher des GDV den verstärkten Güterverkehr auf der Straße und mangelhafte Sicherheitsausstattung der LKW. Stabilere Fahrerhäuser und elektronische Kippschutzsysteme könnten die Gefahren deutlich entschärfen. Zudem schnallen sich nach Angaben der Versicherer trotz Gurtpflicht nur etwa fünf Prozent aller Lkw-Fahrer an. (jök)
Zahl der Lkw-Unfälle auf Rekordniveau
Zahl der Todesopfer jedoch seit 1992 um 12 Prozent gesunken