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WKO will bessere Bedingungen für österreichische Transporteure

Die Rahmenbedingungen für Transporteure in Österreich werden laut Wirtschaftskammer Österreich immer schlechter
© Foto: stockpics/stock.adobe.com

Alfred Wolfram, Obmann des Fachverbandes Spedition und Logistik in der Wirtschaftskammer Österreich, kritisiert besonders Kabotageverstöße.


Datum:
25.11.2020
Autor:
John Aukenthaler
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Wien. Der Obmann des Fachverbandes Spedition und Logistik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Alfred Wolfram, hat die aktuell schwierigen Rahmenbedingungen für österreichische Transporteure kritisiert. Darüber berichtet die WKO in einer aktuellen Meldung auf ihrer Website. Darin heißt es, vor allem „der starke Preisdruck“ und „das massive Preisdumping“ durch ausländische Transporteure spiele eine große Rolle. Wolfram dazu: „Die illegale Kabotage wird mehr und mehr zu einer Bedrohung einer Vielzahl von Transportunternehmen.“ Da sich viele ausländische Unternehmen nicht an die geltende Kabotageregelung hielten, entstünde großer Schaden in der heimischen Transportbranche – aber auch bei der öffentlichen Hand.

Von Seiten der Politik wünscht sich Wolfram mehr Unterstützung für die Güterbeförderungsunternehmen. So beschloss die Bundesregierung beispielsweise die Investitionsprämie neu, in welcher Lkw mit Verbrennungsmotoren explizit ausgenommen wurden. Gefördert werden lediglich Fahrzeuge, die rein elektrisch oder mit Wasserstoff betrieben werden. Da diese Technologie im Bereich Lkw allerdings keine Marktreife habe, fehle die Fördermöglichkeit auf diesem Sektor. Günther Reder, Fachverbandsobmann des Güterbeförderungsgewerbes dazu: „Ein Einsatz solcher Fahrzeuge ist noch lange nicht möglich. Die optimistischsten Hersteller halten diese Technologie für schwere Lkw im Fernverkehrseinsatz frühestens im Jahr 2030 für erreichbar.“ Die Branche fordert laut WKO daher, dass die Investitionsprämie auch für Euro 6-Lkw, die als besonders emissionsarm gelten, beantragt werden kann.

Fahrermangel bewirkt Wegfall des Frachtraums

Wolfram befürchtet, dass die Schwierigkeiten in der Güterbeförderungsbranche künftig die gesamte Logistikkette beeinflussen. „Seit vielen Jahren kämpft die gesamte Transportbranche mit dem Thema Fahrermangel und fehlendem Nachwuchs. Wir befürchten – seitens der österreichischen Spediteure – nun vermehrt auch den generellen Wegfall des Frachtraums.“

Gerade in der gegenwärtigen Covid-19-Pandemie und der notwendigen Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit allen notwendigen Grundnahrungsmitteln komme der Transportbranche eine große Bedeutung zu. Eine stärkere Wertschätzung und Unterstützung wären daher der WKO zufolge mehr als wünschenswert. (ja)

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