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Wirtschaftsverbände: Schulterschluss für funktionierenden Alpentransit

08.07.2024 12:04 Uhr | Lesezeit: 3 min
Alpentransit
Kämpfen für einen funktionierenden Alpentransit (v. l. n. r.): Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (Vbw), Max Kloger, Präsident der Industriellenvereinigung Tirol und Heiner Oberrauch, Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol
© Foto: ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Industriellenvereinigung Tirol und der Unternehmerverband Südtirol haben die „Gemeinsame Erklärung zum Brennertransit“ unterzeichnet, um das drohende Verkehrschaos im Alpentransit zu vermeiden. Hier ihre wichtigsten Forderungen im Güterverkehr

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Eine „Gemeinsamen Erklärung zum Brennertransit“ haben am Montag in München Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (Vbw), Max Kloger, Präsident der Industriellenvereinigung Tirol und Heiner Oberrauch, Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, unterzeichnet.

Gemeinsamer Schulterschluss der Wirtschaftsverbände im Alpentransit

Hintergrund für den gemeinsamen Schulterschluss ist die ab 1. Januar 2025 anstehende Sanierung der Luegbrücke auf der österreichischen A13 Richtung Brenner. Spätestens dann befürchten die drei Wirtschaftsverbände ein Verkehrschaos – wie übrigen auch die Transport- und Speditionsverbände (siehe Verkehrsrundschau-Meldung vom 3. Juli 2024). Denn der Brenner ist sowohl im Straßen- als auch im Schienenverkehr der am stärksten befahrene Übergang im Alpenraum. Jährlich werden darüber rund 50 Millionen Tonnen Güter, also rund 30 Prozent des gesamten Gütervolumens im Alpenbogen, abgewickelt. Über 2,2 Millionen Lkw und 11 Millionen Pkw fahren allein pro Jahr über die Luegbrücke.

Um den alpenquerenden Verkehr in den kommenden Jahren im Einklang mit der Umwelt, Bevölkerung und der Wirtschaft sicher zu stellen, fordern die drei Wirtschaftsverbände vbw, IV Tirol und der Unternehmerverband Südtirol insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Die EU muss in Europa jederzeit den freien Warenverkehr gewährleisten
  • Die Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel müssen priorisiert und beschleunigt realisiert werden. Die Harmonisierung des Schienenverkehrs ist voranzutreiben.
  • Der Aufbau einer ausreichenden Infrastruktur für alternative Antriebstechnologien muss zügig kommen.
  • Verkehrsbeschränkende Maßnahmen müssen auf ein Minimum begrenzt werden. Die Wirtschaft muss in die Erarbeitung praxisgerechter Lösungen eingebunden werden.

Vbw: Nachtfahrverbot für Euro6-Lkw muss aufgehoben werden

„Zuerst müssen die europarechtswidrigen Eingriffe in den freien Warenverkehr beendet und das Nachtfahrverbot für Lkw mit der besten Schadstoffklasse Euro 6 aufgehoben werden“, forderte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Zudem brauche es endlich eine klare zeitliche Perspektive für Planung und Bau der bayerischen Zulaufstrecke. Das Tempo muss hier schneller werden und der Kleinkrieg um den Trassenverlauf beendet werden.“

Für Max Kloger, Präsident der Industriellenvereinigung Tirol hier ebenfalls wichtig: „Wir müssen den Spagat zwischen einem funktionierenden Wirtschaftsraum und dem Schutz unserer Umwelt und Gesundheit schaffen.“

Verbote und einseitige Maßnahmen seien da aber mit Sicherheit der falsche Weg, machte Heiner Oberrauch, Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, unmissverständlich klar – mit dem Verweis auf das Nachtfahrverbot auf der Inntal-Autobahn. „Staus und stockender Verkehr führen zu einer zusätzlichen Umweltbelastung und zu erhöhtem CO2-Ausstoß. Eine Reduzierung der Gesamtemissionen wird dadurch nicht erreicht.“

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