Wird es bald billiger?
Das Bundeskabinett hat die Reform der Fahrschulausbildung auf den Weg gebracht, um den Führerscheinerwerb günstiger zu machen. Ebenfalls zugestimmt wurde einer Änderungsverordnung zur BKF-Qualifikationsverordnung. Unter anderem soll die Prüfung für die beschleunigte Grundqualifikation künftig in mehreren Fremdsprachen möglich sein und in der EU umgetauschte Führerscheine aus Drittstaaten hierzulande anerkannt werden. Ob das wirklich Kosten senkt und den Fahrermangel lindert, erklärt BGL-Vorstandssprecher Dirk Engelhardt.
Wie groß ist der Einfluss der hohen Führerschein- und Qualifizierungskosten auf den Fahrermangel in der Logistikbranche?
Das ist mittlerweile ein Riesenproblem. Unsere Mitgliedsunternehmen berichten von Kosten für Führerschein und Grundqualifikation in der Größenordnung von 13.000 Euro. Das ist eine Investition, die sich ein Unternehmer und auch ein potenzieller Fahrer drei- oder viermal überlegt. Wenn das Unternehmen die Kosten übernimmt, trägt es zudem ein erhebliches Investitionsrisiko, weil Fahrerinnen und Fahrer anschließend auch von anderen Betrieben stark nachgefragt werden.
Könnte der Lkw-Führerschein durch die geplante Führerscheinreform tatsächlich spürbar günstiger werden?
Nach jetzigem Stand nur begrenzt. Es ist aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. Daher wird der BGL gemeinsam mit VDV, BDO und DSLV Verkehrsminister Patrick Schnieder auch konkrete Vorschläge…