Nachdem der neue Chef der belgischen Eisenbahn SNCB, Christian Heinzmann, nur eine Woche nach seiner Ernennung das Handtuch warf, hat ein erbitterter Streit über Ursachen und Konsequenzen begonnen. Die Opposition sieht in der Ablösung von Etienne Schouppe nach 16 Amtsjahren eine Fehlleistung der Regierungskoalition aus Liberalen, Sozialisten und Grünen. Sie forderte den Rücktritt von Verkehrsministerin Isabelle Durant, die mit Heinzmann ihre ehrgeizigen Bahnreformpläne durchsetzen wollte. Der 49-jährige Ex-Direktor von Luxemburgs Fluggesellschaft Luxair hatte sich in seinem Rücktrittsgesuch darüber beklagt, dass sowohl Management als auch Gewerkschaften der Bahn ihn bedroht und eingeschüchtert hätten. Premier Guy Verhofstadt befürwortete eine Anhörung von Durant, Heinzmann und SNCB-Vertretern vor der Infrastruktur-Kommission des Parlaments. Zugleich erklärte er, die Regierung werde unbeeindruckt an der Bahnreform festhalten. (vr/dw)
Wirbel um Ausstieg von Belgiens Bahnchef
Forderung nach Rücktritt der belgischen Verkehrsministerin wird laut